Rauchende Köpfe für einen frischen Start. Der Vorstand des Fußballverbands tagt noch in dieser Woche. Im Fokus steht aber primär die neue Saison.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 15. April 2021 (03:44)
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Unsere Nachbarn aus Niederösterreich haben sich schon am Dienstag festgelegt. Die bislang unterbrochene Saison 2020/2021 wird abgebrochen und somit annulliert. Weil bis kommenden Sonntag (18. April – auf dieses späteste Datum hatte sich der dortige Fußballverband vor einigen Wochen festgelegt) kein Trainingsstart möglich sein wird, ist auch der zeitlich festgelegte Rahmen für die noch offenen Spiele aus dem Herbst nicht mehr einzuhalten. 50 Prozent der Saison bräuchte es für eine Wertung, ergo zieht der NÖFV nun die Reißleine.

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Seitens des Burgenländischen Fußballverbands (BFV) wird hingegen noch zugewartet. Einerseits sind insgesamt etwas weniger Spiele als in Niederösterreich offen, andererseits gibt es kein eigenes definiertes Frist-Ende mit einem bestimmten Datum. Präsident Gerhard Milletich: „Natürlich müssen wir davon ausgehen, dass die Meisterschaft annulliert wird, weil der zeitliche Rahmen einfach zu eng wird. Der Beschluss sagt, dass wir bis 4. Juli spielen könnten, am 5. Juli beginnt dann die Transferzeit. Trotzdem bringt es nichts, jetzt abzubrechen und sich somit die kleine theoretische Chance zu nehmen, dass es vielleicht doch noch irgendwie gehen könnte.“

Milletich ist sich freilich bewusst, dass dieser Gedanke nur theoretischer Natur ist. „Ich bin aber auch kein Hellseher. Darum ist nichts verhaut, wenn wir uns die Möglichkeit noch offenhalten. Auf die Vereine hat das derzeit keine Auswirkungen, alle stehen schließlich ohnehin auf Standbye.“

Am Freitag tritt einmal der Vorstand des Verbands zusammen, um über die Meisterschaft zu beraten. Allerdings werden sich die Gespräche eher um 2021/2022 drehen. Das hat für Milletich einfache Gründe: „Wir können für die aktuelle Saison derzeit nichts tun. Sehr wohl aber können wir schon jetzt die volle Konzentration auf die neue Meisterschaft legen.“

Wie und in welcher Form die besagte neue Punktejagd zeitplanmäßig bestmöglich eingebettet wird, soll innerhalb der BFV-Führungsriege nun einmal besprochen werden. Persönlich hat der 64-jährige Parndorfer eine klare Präferenz für den Rahmen: „Wenn die neue Saison früher startet, etwa schon mit dem ersten August-Wochenende, könnten wir den Sommer gut nutzen, um eine Basis zu schaffen und so auch noch besser eine Wertung sicherzustellen.“