Krenmayr: „Bin für sportliche Lösung“. Beim Titelfavorit reagierte man auf Deutschkreutzer Aussagen verstimmt. Präsident Krenmayr: „Vertrete Klub-Interessen!“

Von Philipp Frank. Erstellt am 16. April 2021 (02:44)
Siegendorf-Präsident Peter Krenmayr will nach wie vor eine sportliche Aufstiegslösung.
BVZ

In der BVZ-Ausgabe der Vorwoche (Nummer 14/21) sprach Deutschkreutz-Trainer Dietmar Heger über seine Mannschaft, die derzeit unterbrochene Meisterschaft und einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga Ost. Auch die Konkurrenz des aktuellen Leaders kam dabei zur Sprache, wie etwa Siegendorf. Der ASV ist schließlich nach Verlustpunkten Tabellenführer. Einige Aussagen des Deutschkreutz-Betreuers kamen beim großen Titelanwärter aber gar nicht gut an: Dieser bewertete manchen Sager von Siegendorf-Präsident Peter Krenmayr als respektlos gegenüber der Konkurrenz und würde sich hier generell mehr Stil wünschen.

Nun nahm Krenmayr Stellung: „Ich will das jetzt nicht breittreten, möchte aber doch auch meine Sicht der Dinge schildern: Mir kann man alles vorwerfen, aber sicher keinen schlechten Stil oder Überheblichkeit“, so das Oberhaupt des ASV Siegendorf.

„Wir sind zweimal Vize-Meister in der Burgenlandliga geworden und einmal Fast-Meister, dazu BFV-Cup- und Mitropacup-Sieger. Auch bei unseren Auftritten im ÖFB-Cup gegen Sturm Graz und den LASK haben wir das Burgenland immer gut vertreten. Selbstbewusst wäre hier das richtige Wort. Dass ich als Präsident die Interessen des ASV Siegendorf immer zu 100 Prozent vertreten werde, ich wohl selbstverständlich. Darum wurde ich ja gewählt.“

Krenmayr setzt sich weiterhin für eine sportliche Lösung ein, was den Meistertitel in der Burgenlandliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga Ost bedeuten würde: „Wenn es irgendwie geht, sollte die Saison sportlich beendet werden, auch wenn wir Siegendorfer dann drei Doppelrunden absolvieren müssten. Hauptsache wir bringen eine sportliche Lösung zusammen. Fairness für alle ist unter diesen Einflüssen sowieso nicht möglich.“

Dass die Vereine der Regionalliga Ost in der kommenden Saison auch eine Aufstockung auf 16 Mannschaften fordern, ist für Peter Krenmayr keine Überraschung: „Da sträubt sich aber die Paritätische Kommission des ÖFB dagegen. Ohne die Hinrunde gibt es auch keine Aufsteiger. Für mich ist es aber ein Jammer, wenn in der dritthöchsten Liga des Landes nur 13 Vereine spielen. Deswegen muss unbedingt eine sportliche Lösung her.“

Abwarten bis zum letzten Stichtag

Dies habe er auch in einem Gespräch mit BFV-Präsident Gerhard Milletich klargestellt und deponiert. „Auch beim Fußballverband will man bis zum letztmöglichen Stichtag warten und die Meisterschaft, sofern es möglich ist, durchbringen“, bleibt dem Siegendorfer Vereinsboss noch ein wenig Hoffnung. Eine weitere Annullierung wäre für den ASV schließlich ein sportliches Fiasko.