Corona ließ Hit platzen

Das für Samstag angesetzte Burgenland- Derby im Cup-Halbfinale zwischen den BBC Nord Dragonz aus Eisenstadt und den Oberwart Gunners fiel aufgrund von Covid-Fällen bei den Südburgenländern ins Wasser. Jetzt bangt das Gros der Vereine um die Terminisierungen für die restliche Superliga-Saison.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 02:24
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„Es ist angerichtet“, hieß es noch am Dienstag von den BBC Nord Dragonz. Doch es sollte anders kommen: Nach positiven PCR-Tests der Oberwarter muss dass Match nun verschoben werden, ein Ersatztermin steht noch nicht fest. Für die BBC Nord Dragonz steht mit dem Cup-Halbfinale gegen die Oberwart Gunners das Highlight der jungen Vereinsgeschichte an. Im erst vierten Jahr in der 2. Bundesliga stehen die Drachen bereits im Semifinale und bekamen dort ausgerechnet „Traumgegner“ Oberwart zugelost. „Am Papier sind wir natürlich klarer Außenseiter, das ist uns klar“, bleibt Coach Felix Jambor am Boden.

„Wir können nur positiv überraschen. Wenn wir verlieren, brauchen wir uns keinen Vorwurf machen. Dennoch werden wir alles geben, um vielleicht doch die Sensation möglich zu machen.“ Felix Jambor

Allerdings: „Wir können nur positiv überraschen. Wenn wir verlieren, brauchen wir uns keinen Vorwurf machen. Dennoch werden wir alles geben, um vielleicht doch die Sensation möglich zu machen.“ Ähnlich ist die Einschätzung von Obmann Roland Knor: „Wir sind im Spitzenfeld der 2. Liga, sie eine Top-Mannschaft der Superliga — natürlich sind sie uns um eine Klasse überlegen.“

Unabhängig vom Endergebnis soll das Cup-Halbfinale ein Sportfest im Eisenstädter Allsportzentrum werden. „Parkettboden, Lichtshow, Zusatztribünen am Spielfeldrand — das ist für uns neu und gibt den Jungs zusätzlich Schwung“, ist man beim BBC Nord sicher. Beinahe hätte es die Dragonz auch selbst erwischt: Nach dem Match gegen Salzburg wurde ein Spieler der Gegner positiv getestet, mehrere Tests der Drachen fielen daraufhin dennoch negativ aus.

„Bis zu den Play-off-Spielen sind sie dann vollimmunisiert.“ Thomas Linzer

Insgesamt vier Spieler der Oberwarter infizierten sich mit Corona. „Bei einem schweren Verlauf gibt es eine Gesundenuntersuchung“, so Gunners-Präsident Thomas Linzer. Spieler und Betreuer dürfen aktuell nur unter der 2G-Regel am Spielbetrieb teilnehmen, was wohl einen milden Verlauf für die infizierten Spieler bedeuten wird. Das könnte für die Betroffenen ein Vorteil für den weiteren Saisonverlauf sein: „Bis zu den Play-off-Spielen sind sie dann vollimmunisiert.“

„Es geht ja nicht nur um die Verschiebung der Superligaspiele, wir müssen alles unter einen Hut bekommen.“ Thomas Linzer

Wie jetzt der weitere Vorgang ist? Linzer klärt auf: „Am Montag haben wir via Videomeeting eine Ligasitzung. Dort werden wir uns über die weitere Terminplanung unterhalten. Es geht ja nicht nur um die Verschiebung der Superligaspiele, wir müssen alles unter einen Hut bekommen.“ Das Cup-Match wird laut Linzer „sicher nicht nur um ein paar Tage“ verschoben.

„Wir müssen schauen, wie viel Luft wir bis Mitte Mai haben“ Thomas Linzer

Bereits im November sei mit Liga und den anderen Teams ausgemacht worden, Mitte Jänner die Möglichkeiten im Falle eines erneuten Covid-Ausbruchs auszuloten. „Wir müssen schauen, wie viel Luft wir bis Mitte Mai haben“, so Linzer. Die Möglichkeiten seien hier vielschichtig. Diese gehen von einer größeren Anzahl an Doppelrunden, bis hin zu einer Verlängerung der Meisterschaft, wobei dieses Modell von den Vereinen wohl am wenigsten präferiert werden würde, da es auch einher mit weiteren Lohnzahlungen gehen würde – in einem zuschauerbeschränkten Ligabetrieb wäre das eine große Erschwernis.

Für den Basketball-Cup könnte ein Final-Four in einer „Bubble“ eine Variante sein, wobei aktuell noch alles möglich ist.