Schützenhöfer/Plesiutschnig für Olympia-Verschiebung . Beach-Asse befürworten Olympia-Verschiebung trotz Fixplatz.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 25. März 2020 (12:57)
Wolfgang Meier

Am Dienstag haben das IOC und Japan die Verschiebung der Olympischen Spiele in das Jahr 2021 fixiert. Am Mittwoch folgte schließlich auch noch die Absage des Beach-Majors in Wien. Für Österreichs Nummer eins bei den Beachvolleyball-Damen, Kathi Schützenhöfer (26) und Lena Plesiutschnig (26), Entscheidungen mit weitreichenden Folgen.

Aufgrund der abgesagten bzw. verschobenen World-Tour-Turniere hätten die Beach-Asse den letzten Fixplatz bei den Spielen in Tokio aktuell sicher gehabt. Dennoch stellen Schützenhöfer/Plesiutschnig klar: „Die Verschiebung der Olympischen Spiele ist unserer Meinung nach auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Auch beim Vienna Major befürworten wir die Entscheidung der Organisatoren, da die Gesundheit nun einfach im Vordergrund steht! Gerade bei Olympia war es eh nur eine Frage der Zeit, zumal faire Wettkämpfe im Sommer unmöglich gewesen wären. Viele Athleten trainieren so wie wir nur noch zu Hause, in anderen Ländern ist weitgehend normaler Trainingsbetrieb möglich. Manche, wie die amtierenden Weltmeisterinnen Pavan/Humana-Paredes aus Kanada, hätten sogar komplett auf Olympia verzichten müssen.“

„Es war auch gut, dass die Organisatoren es jetzt schon gemacht und die vierwöchige Frist nicht abgewartet haben. So hat man wenigstens Gewissheit. Darüber hinaus war es angesichts der weltweiten Pandemie ohnehin alternativlos“, begrüßt das Duo vom 1. Badener Beachvolleyball Verein die Entscheidung der Veranstalter.

Auch ein weinendes Auge ist dabei

Durch die Verschiebung müssen die aktuellen Staatsmeisterinnen jedoch wieder um eine Teilnahme im nächsten Jahr zittern: „Natürlich ist auch ein weinendes Auge dabei. Wir haben uns lange und intensiv vorbereitet, wären richtig ready gewesen und haben uns auf eine extrem spannende Saison gefreut. Selbst wenn wir jetzt den letzten Spot gehabt hätten, wollen wir uns nur unter fairen Bedingungen für die Olympischen Spiele qualifizieren. Denn Fairness und Gesundheit stehen für uns immer im Vordergrund.“

Dasselbe gilt auch für das Turnier auf der Wiener Donauinsel: „Natürlich ist es sehr schade, dass unser Heim-Turnier und gleichzeitig Lieblingsturnier auf der World Tour ausfällt. Jede andere Entscheidung wäre aber verantwortungslos gegenüber den tollen Fans gewesen.“

Ungewissheit im Trainingsalltag

Nachdem vor Olympia bereits die World Tour zumindest bis Juni pausiert wurde, blickt Österreichs bestes Damenteam aktuell in eine ungewissen Zukunft – dementsprechend schwierig gestaltet sich auch das Training: „Wir dürfen nicht mehr in die Beachhalle und nicht mehr ins Fitnessstudio gehen. Wir machen also ‚Home-Office‘, wir haben einen Ergometer daheim und können laufen gehen. Zurzeit wissen wir nicht, ob heuer überhaupt noch Turniere stattfinden. Da muss man jetzt einfach flexibel und möglichst schnell ready sein, wenn wieder Turniere sind.“

„Dadurch, dass die Olympischen Spiele abgesagt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch, dass die World Tour wirklich komplett pausiert. Man weiß nicht, wann überhaupt das Reisen wieder möglich ist“, stellen sich die Beach-Asse auf eine lange Sportpause ein. „Aktuell sind Olympia und World Tour aber ohnehin zweitrangig, jetzt steht unser aller Gesundheit im Vordergrund. Darum lautet unser Appell an euch alle: bleibt zu Hause, bleibt gesund und haltet durch!“