Frischer Volleyball-Wind im Burgenland. Land Burgenland stärkt Kooperation mit dem österreichischen und burgenländischen Volleyballverband. Dort übernimmt Manfred Forjan.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 11. September 2019 (06:17)
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Bundesebene. VIVA-Geschäftsführer Bernd Dallos, Volleyball-Nationalteam-Trainer Michael Warm, Sportlandesrat Christian Illedits und Volleyballverband-Sportdirektor Gottfried Rath (v.l.) bei der Präsentation des neuen Hallenbodens im VIVA Steinbrunn.

Steinbrunn ist, wer das noch nicht weiß, seit nunmehr zehn Jahren mit dem VIVA-Landessportzentrum das offizielle Trainingszentrum des Österreichischen Volleyballverbands (ÖVV).

Um weiterhin eine hochprofessionelle Arbeit gewährleisten zu können, wurde nun ein mobiler neuer Hallenboden angeschafft. Die 80.000 Euro Kosten wurden vom Land Burgenland gefördert, dessen Sportlandesrat Christian Illedits nicht nur die Basis für Spitzensport mit dem Standort Burgenland betont. Vor allem gehe es um eine gute Zusammenarbeit mit den Fachverbänden, um speziell Kinder und Jugendliche parallel zu Sport und Bewegung zu bringen.

Neuer Präsident und Frauen-Landesliga

Volleyball (sowie Beachvolleyball) liegen im Trend, also wird das Land laut Illedits in den kommenden Wochen „intensiv mit dem österreichischen und burgenländischen Volleyballverband ein gemeinsames Projekt ausarbeiten. Mit diesem sollen Kinder und Jugendliche an Volleyball herangebracht werden, und mit dem Sport wird auch die Gesundheit gefördert.“ Ebenfalls mittendrin könnte dann übrigens – zumindest für den Moment – der mobile Hallenbelag sein, der im Rahmen einer „Roadshow“ in anderen Hallen aufgebaut werden soll.

Unter dem Oberbegriff „Bewegung in Schulen“ werden Sportverbände generell die Möglichkeit erhalten sich vorzustellen und zu präsentieren. Die Felder Schule und Sport sollen dann optimalerweise verschmelzen, dass der Schulsport verstärkt mit den Fachverbänden kooperiert.

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Landesebene. Manfred Forjan steht als möglicher neuer Präsident des Volleyballverbands ante portas.

Beim Volleyball wird es im burgenländischen Fachverband übrigens ab Samstag offiziell eine neue Ansprechperson an der Spitze geben. Operativ hatte er zwar bereits das Sagen, nun wird Manfred Forjan aber auch offiziell als neuer Präsident des Landesverbands auftreten. Der Jennersdorfer steht zumindest als Neo-Boss auf jenem Wahlvorschlag, der im Zuge der Generalversammlung am Samstag in Markt Allhau auch abgesegnet werden soll. Forjan würde dann den bisherigen Präsidenten Marcelo Gerevini beerben.

„Er würde zwar gerne weitermachen, ist aber aus beruflichen Gründen die Hälfte des Jahres in Südamerika tätig“, so Gerevinis potenzieller Nachfolger, der auch den proklamierten Schwung auf Landesebene auf den Fachverband herunterbrechen kann: „Es tut sich einiges bei uns. Die Arbeit an den Schulen ist ein zentraler Punkt, hier wollen wir die Abläufe weiter stärken.“ Stichwort Schülerliga, Stichwort intensiver Austausch mit dem Verband. Außerdem ist das Burgenland im April 2020 Austragungsstätte der Bundes-Nachwuchsmeisterschaft. Gespielt soll im Süden werden, wo genau, gilt es zu klären.

Eigene Frauen-Landesliga in dieser Saison

Forjan, der auch die aktuelle Entwicklung im VIVA-Steinbrunn positiv bewertet („Es ist wichtig, dass der ÖVV hier seine Teamstätte hat.“), will künftig aber auch in einem bislang verwaisten Segment für frischen Schwung sorgen: der Meisterschaft im Erwachsenenbereich. Während sich im Nachwuchs die rot-goldenen Teams bereits gegenüberstehen, waren die Großen vor allem auf den Betrieb in anderen Landesverbänden angewiesen.

Mehr als die Landesmeisterschaft, bei der alle Klubs zu einem Turnier zusammentreffen, war nicht drin. Das soll nun anders werden. „Es wird in dieser Saison eine eigene Frauen-Landesliga mit acht bis neun Mannschaften geben. Alle, die auch in anderen Bundesländern mitgespielt haben, können das auch weiterhin tun. Nur ist die Teilnahme bei uns verpflichtend. Wir wollen diese Schiene aktiv fördern.“ Geplant ist vorerst im Grunddurchgang eine Aufteilung der Spiele zwischen Norden und Süden, um weite Fahrten zu vermeiden.

Bis auf weiteres wird das Meisterschaftsangebot, das Ende Oktober/Anfang November starten soll, aber auf die Frauen beschränkt sein. Männervolleyball ist im Burgenland bis auf wenige Ausnahmen nämlich verwaist und nicht auf der Überholspur.