Wiesberger geht als 32. ins Wochenende. Bernd Wiesberger steuert auf sein bisher bestes Ergebnis bei den British Open zu.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 19. Juli 2019 (20:52)
Bernd Wiesberger  
GEPA

Die zweite Runde in Royal Portrush beendete der Gewinner der Generalprobe, der Scottish Open, am Freitag dank eines späten Birdies mit 71 Schlägen (Par). Mit dem Gesamtscore von 141 büßte der 33-Jährige als 32. zwar einige Plätze ein, schaffte aber sicher den Cut. J.B. Holmes (USA) und der Ire Shane Lowry führen.

Dem Burgenländer Wiesberger sollte es nicht schwerfallen, seinen 64. Platz im Open Championship bei seinem Debüt 2013 zu übertreffen. In höhere Sphären vermochte er beim vierten Major-Golfturnier der Saison (10,75 Mio. Dollar) aber - wie nach den jüngsten Leistungen erhofft - noch nicht vorzudringen.

Mit Bogeys am ersten und vierten Loch machte sich Wiesberger am zweiten Tag das Leben zunächst selbst schwer. Mit dem Zwischenstand von insgesamt eins über Par war er gefährlich nahe am ominösen Strich, der über Preisgeld oder Ausscheiden entscheidet.

Doch der zweifache Saisonsieger bewies seine Klasse und machte die zwei Schlagverluste wett. Ein weiteres Bogey am 14. Loch besserte er auf der vorletzten Spielbahn aus. Damit fehlten Wiesberger drei Schläge auf den zwölften Rang. Diese bisher beste Platzierung eines Österreichers in einem Major-Turnier hatte Markus Brier bei den Open 2007 geschafft.

Holmes bestätigte seine Spitzenposition mit einer 68er-Runde, Lowry brachte die Fans mit einer 67 zum Jubeln und schloss mit ebenfalls 134 Schlägen zu dem zweifachen Ryder-Cup-Sieger auf.

Doch dem Spitzenduo sitzen die Engländer Tommy Fleetwood und Lee Westwood mit einem Schlag Rückstand im Nacken, dahinter lauern jeweils einen weiteren Schlag zurück Olympiasieger Justin Rose (ENG/5.) sowie die US-Stars Brooks Koepka (4 Major-Siege) und Jordan Spieth (Open-Gewinner 2017) als Achte.

Superstar Tiger Woods und Lokalmatador Rory McIlroy waren hingegen unter jenen Spielern, die die Qualifikation für das Wochenende verpassten. Nach desaströsem Auftakt mit sieben bzw. acht Schlägen über Par steigerten sich beide am Freitag. Der 15-fache Major-Gewinner Woods, der heuer im Masters triumphiert hatte, schaffte eine 70er-Runde, bei insgesamt 148 Schlägen fehlten ihm aber fünf auf das Weiterkommen.

McIlroy startete unter dem Jubel der Fans eine famose Aufholjagd, wenngleich der Sieg schon nach dem ersten Tag außer Reichweite war. Nach sieben Birdies und einem Bogey hätte der Gewinner von vier Major-Turnieren (zuletzt 2014) auf den letzten zwei Löchern einen weiteren Schlaggewinn benötigt. Doch der gelang nicht, dem Weltranglisten-Dritten fehlte nach der starken 65er-Runde ein Schlag, um wenigstens am Wochenende weiter dabei zu sein.