Neuer BSO-Chef: Alt-LH Niessl als Wunschkandidat. Alt-Landeshauptmann Hans Niessl steht als neuer BSO-Präsident ante portas, weil die Unterstützung sehr breit ist.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 19. September 2019 (06:17)
Wolfgang Millendorfer
Motiviert: Alt-Landeshauptmann Hans Niessl ist bereit für die Nachfolge des verstorbenen BSO-Präsidenten Rudolf Hundstorfer.

Läuft alles wie geplant, dann wird Hans Niessl (68) am 8. November 2019 im Rahmen der Bundes-Sportversammlung zum Nachfolger des Ende August verstorbenen BSO-Präsidenten Rudolf Hundstorfer gewählt.

Die Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessensvertretung aller Dach- und Fachverbände, salopp formuliert das nicht-staatliche Dach des organisierten Sports in Österreich, das alle Angelegenheiten des Sports mit den dafür zuständigen staatlichen Stellen (also den diversen Ministerien) koordiniert.

Wolfgang Millendorfer
Motiviert: Alt-Landeshauptmann Hans Niessl ist bereit für die Nachfolge des verstorbenen BSO-Präsidenten Rudolf Hundstorfer.

Zwar ist die BSO operativ nicht mehr direkt für die so wichtigen Fördervergaben zuständig (die werden seit 2018 über die ausgelagerte Bundes-Sport GmbH abgewickelt), als Dreh- und Angelscheibe ist die Organisation aber nach wie vor mächtig und prestigeträchtig. Ergo braucht es auch eine Spitze mit einer breiten Unterstützung. Die wurde nun im burgenländischen Alt-Landeshauptmann, der 18 Jahre auch als Sportreferent tätig war, gefunden.

Der gebürtige Frauenkirchener, der es in seiner aktiven Zeit mit seinem Heimat-Fußballklub bis in die Regionalliga brachte und auch die Trainerlizenz besitzt, wurde von den drei bundesweiten Dachverbänden ASKÖ, ASVÖ und Sportunion gemeinsam vorgeschlagen. Das bestätigte ASKÖ-Präsident Hermann Krist. „Wir glauben, dass er aufgrund des Anforderungsprofils die geeignete Persönlichkeit für die Präsidentschaft wäre.“

„Ich sehe das auch als Wertschätzung“

Mit der Unterstützung aller Dachverbände ist die Kandidatur natürlich entsprechend gefestigt, noch dazu gibt es bis dato keinen Gegenvorschlag. Kurzum: In der Praxis deutet alles auf Hans Niessl hin. Dieser wiederum sagt klar: „Ja, ich stelle mich der Wahl und würde gerne BSO-Präsident werden. Es freut mich sehr, dass es generell eine Unterstützung über die Parteigrenzen hinweg gibt. Ich sehe das auch als Wertschätzung der Arbeit, die ich in den letzten 18 Jahren getätigt habe.“ Ins Detail, was die Pläne betrifft, wolle er vorab jedoch nicht gehen. „Am Wort und Zug sind die Dach- und Fachverbände, die mich erst wählen müssen.“ Das scheint aber in der Praxis nur noch ein Formalakt zu sein.

Sportlandesrat und Ex-ASKÖ-Burgenland-Präsident Christian Illedits hat, wie er gegenüber der BVZ bestätigte, Niessl bezüglich Kandidatur gefragt und auf den Geschmack gebracht. „Das ist eine super Sache, weil hier ein starker Mann am Ruder wäre, der bestens vernetzt ist und von allen Seiten geschätzt wird. Er ist auch einer, der die Symbiose Breiten- und Spitzensport bestens kennt und das Gemeinsame im Sport berücksichtigt.“

Seitens des ASVÖ ist Burgenland-Chef Robert Zsifkovits auch Vizepräsident der Bundes-Organisation. Er stellt klar: „Hans Niessl ist auch unser Wunschkandidat. Er kommt aus dem Sport, kennt die politischen Zusammenhänge sowie die Anliegen der Vereine und hat jetzt auch die Zeit dafür.“

Und Sportunion-Präsident Peter McDonald ergänzt: „Der 18 Jahre für den Sport im Burgenland verantwortliche ehemalige Landeshauptmann und Regionalligakicker vereint Sporterfahrung mit überparteilichem Politiknetzwerk quer durch Österreich. Wir freuen uns, dass wir ihn für die Aufgabe im Sport gewinnen konnten.“