Burgenland unterbricht Erwachsenenfußball-Spielbetrieb!. Wie die BVZ erfuhr, wird das Land Burgenland morgen, Freitag, den Spielbetrieb im Erwachsenen-Bereich mit sofortiger Wirkung unterbrechen. Die Meisterschaft steht somit bis auf weiteres still.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 22. Oktober 2020 (20:23)
Unterbrochene Meisterschaft. Ab Freitag soll der Ball im Burgenland - zumindest im Erwachsenenbereich - nicht mehr rollen.
Bernhard Fenz

Per Verordnung, die bis Freitagmittag veröffentlicht werden soll, wird der Meisterschaftsbetrieb im Erwachsenenfußball unterbrochen. Das bestätigte Gerhard Milletich, Präsident des Burgenländischen Fußballverbands (BFV): "Das Land Burgenland arbeitet in enger Abstimmung mit dem BFV an einer entsprechenden Verordnung, dass der Spielbetrieb aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation bis auf weiteres eingestellt wird."

Nachwuchsfußball soll fortgesetzt werden

Vorerst soll laut Milletich die geplante Verordnung für den Erwachsenenbereich gelten, der Kinder- und Nachwuchsfußball soll hingegen fortgesetzt werden. Das soll auch neben den Kleinsten für die ÖFB-Jugendliga gelten, bei der etwa die Fußballakademie-Burgenland-Teams (U15, U16 und U18), wie der Sportliche Leiter Manuel Takacs bestätigte, am morgigen Freitag mit dem Bus in Richtung Vorarlberg aufbrechen, wo am Samstag gespielt werden soll.

Parallel zu der geplanten Burgenland-Verordnung tritt ab Mitternacht bekanntlich eine bundesweite Verordnung in Kraft, wonach ab sofort bei den Matches kein Kantinenbetrieb mehr erlaubt ist, ab 13 Personen im Outdoor-Bereich ist zudem eine Meldung an die Behörde nötig, verpflichtend sind auch fix zugeteilte Sitzplätze. 

Zumindest im gesamten Erwachsenen-Betrieb des rot-goldenen Landesverbands (von der Burgenlandliga bis zu den 2. Klassen) erübrigen sich die bundesweiten Maßnahmen insofern, als nun eine verschärfte Variante zum Tragen kommen wird. Auch die Heimspiele der Regionalliga-Ost-Vereine Neusiedl am See und Draßburg dürfen dann bis auf weiteres nicht mehr ausgetragen werden. Auch Bruck/Leitha, das seine Heimspiele im burgenländischen Bruckneudorf austrägt, wird, wie der BFV-Präsident ausführte, dann aufgrund der Verordnung nicht mehr auf der eigenen Anlage spielen können. Inwiefern die in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland spielende Ostliga in weiterer Folge generell reagiert, wird sich erst zeigen.  

Bereits im Vorfeld hatte sich markanter Widerstand vieler Vereine aus dem Burgenland gegen die geplante Durchführung der Spiele unter den neuen bundesweiten Gegebenheiten entwickelt. Nun folgt eine entsprechend markante Reaktion seitens des Landes.