Ex-SCE-Obmann Görz in Ritzing: „Dankbar für die Chance“. Christopher Görz, Ex-Obmann des SC Eisenstadt, verstärkt ab sofort das Funktionärs-Team in Ritzing. Obmann Harald Reiszner zieht sich aus dem Tagesgeschäft zurück.

Von Michael Heger. Erstellt am 09. Mai 2019 (03:27)
Begrüßung. Der langjährige Ritzing-Obmann Harald Reiszner setzt in Zukunft auf die Erfahrung des neuenWirtschafts-Managers Christopher Görz, der neue Strukturen im Verein schaffen soll.
SC Ritzing

Am Montag wurde es offiziell: Christopher Görz, zuletzt federführend an der „Wiederauferstehung“ des SC Eisenstadt beteiligt, ist ab sofort als Wirtschafts-Manager für den SC Ritzing tätig. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und bin Harald Reiszner für diese Chance sehr dankbar“, erklärte Görz, der auf der Suche nach einer neuen sportlichen Herausforderung beim SC Ritzing fündig wurde.

Strukturen in Ritzing sollen erneuert werden

„Der Verein braucht mehr Entwicklung“, erklärte Obmann Harald Reiszner, der seit 1993 an der Spitze des Vereins steht und nun Kompetenzen an Görz abgibt, als Obmann nur noch in beratender Funktion zur Verfügung stehen will. Reiszner führte den Verein aus der 2. Klasse Mitte bis zum Meistertitel in der Regionalliga Ost (Saison 2014/15), der Traum von Bundesliga-Fußball im Mittelburgenland scheiterte jedoch (mehrmals) an der nötigen Lizenzierung durch die Bundesliga.

Nach dem Konkurs vor zwei Jahren startete der Klub in der 2. Liga Mitte neu und ist derzeit im Mittelfeld der Burgenlandliga zu finden. Reiszner ist vom neuen Mann bei seinem Herzensklub überzeugt: „Man hat gesehen, in welcher Qualität und mit welchem Enthusiasmus Görz den SC Eisenstadt wieder erfolgreich auf die Beine gestellt hat. Wir mussten schnell reagieren, um so einen Topmann aus dem Fußballgeschäft zu bekommen“, zielt Reiszner darauf ab, dass der Neo-Funktionär der Mittelburgenländer auch andere Möglichkeiten hatte.

Der Kontakt zu Görz kam übrigens über Mario Posch, den Sportlichen Leiter des SCR zustande. „Mario und ich kennen uns schon lange, so kamen wir ins Gespräch“, schildert Görz das Zustandekommen seines Engagements im Mittelburgenland. Breit gefächert soll sein Aufgabengebiet rund um das Sonnenseestadion sein. Vom Sponsoring über das Marketing bis hin zur Imagepflege reichen seine Agenden. Vor allem aber sollen neue Strukturen im Verein geschaffen werden.

„Wir haben viel Entwicklungspotenzial in Ritzing, die tolle vorhandene Infrastruktur noch besser zu nutzen. Für den sportlichen Bereich wird weiterhin Mario Posch zuständig sein, ich werde jedoch meine Erfahrungen im Bereich von Spielertransfers einfließen lassen“, gibt Görz Einblick in die zukünftige Arbeitsaufteilung des Klubs vom Sonnensee.

Konsolidierung statt großer Sprünge

Für die nächste Saison sind die Ziele in Ritzing jedenfalls klar abgesteckt. Anstatt großer Sprünge soll der Verein Schritt für Schritt weiterentwickelt werden. „Wir wollen uns punktuell verstärken und im Vergleich zu dieser Saison besser abschneiden“, skizziert Görz die Zielsetzungen. Langfristig sollen wieder Nachwuchsmannschaften beim SC Ritzing integriert werden. Der Plan sieht vor, zukünftig wieder mehr auf Regionalität zu achten, vor allem was die Reserve anbelangt.

Görz: „Wir wollen jungen, ehrgeizigen Talenten die Chance geben sich in einem professionellen Umfeld zu entwickeln.“ Der neue Mann, der seine neue Aufgabe mit sehr viel Enthusiasmus angeht, gibt sich realistisch: „Ich möchte meinen Beitrag zur Entwicklung des Projekts SC Ritzing leisten, muss mir aber zunächst einmal einen Überblick verschaffen und in das Ganze hineinwachsen.“