SVM-Spieler: Von Legionären bis zu Landesliga-Kickern. Die Protagonisten der letzten Saison kicken in verschiedensten Ligen. Das Spektrum reicht von Landesliga bis Deutsche Bundesliga.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 26. Juli 2021 (01:59)

Nachdem im Sommer 2020 der Commerzialbank-Crash auch den SV Mattersburg ins Aus mitzog, mussten sich die Kicker nach neuen Stationen umsehen. Der eine oder andere, wie etwa Andreas Gruber oder Andreas Kuen, war sich zu dem Zeitpunkt schon mit einem neuen Klub so gut wie einig. Für viele war es allerdings eine angespannte Situation. Immerhin hatte man einen Vertrag beim SVM und eben keinen Wechsel geplant. Gleich vorweg: Fast jeder Spieler hat dann – zwar nicht gleich im Sommer, aber spätestens im Winter – einen neuen Arbeitgeber gefunden. Von Siegendorf bis Athen waren die neuen Destinationen der Akteure aus dem letzten Kader des SV Mattersburg breit verstreut.

TORMÄNNER

Markus Kuster (27). Der 27-Jährige wechselte nach dem SVM-Aus in die 2. Deutsche Bundesliga zum Karlsruher SC.

Tino Casali (25). Seit Sommer 2020 ist er bei Altach engagiert.

Manuel Salaba (21). Von Mattersburg ging es für Salaba ins Mittelburgenland, zunächst nach Kobersdorf und jetzt weiter zum SC Oberpullendorf.

Bernhard Unger (22). Der Niederösterreicher spielt nach dem Mattersburg-Ende weiterhin in Grün – und zwar bei Rapid II.

FELDSPIELER

David Nemeth (20). Für den St. Georgener war der SVM das Sprungbrett ins Ausland. Nach einem überragenden Jahr als Leihspieler bei Sturm Graz ist er nun beim FSV Mainz 05, der ihn verpflichtet hatte, in der Deutschen Bundesliga abgekommen.

Nedeljko Malic (33). Eigentlich hatte er seine Karriere beendet und war beruflich im Bereich der erneuerbaren Energie aktiv. Überraschend kam dann der Ruf aus den USA, wo er nun in Indianapolis beim US-Klub Indy Eleven in der 2. Liga (USL Championship) engagiert ist.

Lukas Rath (29). Der Windener blieb der Bundesliga erhalten, spielte in der abgelaufenen Saison für Admira/Wacker. Aktuell ist er auf Vereinssuche.

Thorsten Mahrer (31). Er ging einen Stock tiefer in die 2. Liga zu Austria Klagenfurt. In Kärnten feierte er zuletzt den Titel und schaffte damit den Sprung zurück in die Bundesliga.

Raffael Behounek (24). Bis zur Winterpause stand der Wiener im SVM-Kader, wechselte dann zu Wacker Innsbruck und im Sommer 2020 zur WSG Tirol, wo sein Vertrag bis 2023 läuft.

Michael Steinwender (21). Der Baumgartner stieg mit dem SKN St. Pölten aus der Bundesliga ab und hat in Niederösterreich Vertrag bis 2023.

Michael Lercher (25). Der Tiroler blieb in der Bundesliga, konkret bei der SV Ried, und hat dort Vertrag bis 2022.

Fabian Wohlmuth (19). Der Youngster entwickelt sich seit vergangenem Jahr in Liga zwei beim SV Lafnitz.

Andreas Kuen (26). Der Mittelfeldspieler war nach dem Mattersburg-Ende eine höchst begehrte Transfer-Aktie. Den Zuschlag erhielt Sturm Graz.

Julius Ertlthaler (24). Für den Pöttschinger ging es zumindest ein Jahr in der Bundesliga beim TSV Hartberg weiter. Aktuell hat er keinen Vertrag.

Philipp Erhardt (27). Der Mörbischer feiert nach einem Jahr in der 3. Liga in Deutschland (Türkgücü München) sein Bundesliga-Comeback in der Steiermark, beim TSV Hartberg.

Patrick Salomon (33). Von Mattersburg nach Griechenland – Patrick Salomon spielt seit 2020 bei Atromitos Athen.

Alois Höller (32). Nach zwölf Jahren in Mattersburg sind seine Stationen nun das Gymnasium Mattersburg als Lehrer und der ASV Siegendorf als Fußballer. Zusätzlich ist Höller künftig auch beim Fußballschwerpunkt am BRG Bad Vöslau-Gainfarn (NÖ) als Betreuer aktiv.

Christoph Halper (23). Die sportliche Reise von „Halpi“ ging in die niederösterreichische Hauptstadt zum SKN St. Pölten, wo er nach dem Bundesliga-Abstieg auch weiterhin als Spieler bleiben wird.

Jano (34). Der spanische Routinier hat sich aus Österreich verabschiedet und kickt wieder in seiner Heimat beim FC Fuenlabrada in der zweithöchsten Liga, der Segunda Division.

Stephan Schimandl (22). Nach einem Jahr in Liga zwei in Horn wechselte Schimandl vor kurzem in die Ostliga zur Vienna.

Nico Pichler (23). Ein Jahr spielte Nico Pichler in der 2. Liga beim FAC, jetzt zieht es en gebürtigen Knittelfelder in seine steirische Heimat zum DSV Leoben in die Landesliga.

Luca Pichler (23). Nach einem Jahr beim FC Marchfeld unter Trainer Carsten Jancker spielt auch der Bruder von Nico Pichler nun für den DSV Leoben, auch unter Jancker, der mittlerweile Leoben-Coach ist.

Florian Hart (31). Sportlich ist der defensive Mittelfeldspieler in der niederösterreichischen Gebietsliga bei Bad Fischau gelandet, parallel dazu forciert Hart seine Trainerlaufbahn und ist derzeit bei der neuen Wiener Neustädter Nachwuchsspielgemeinschaft 4Football für die dortige U15 zuständig.

Andreas Gruber (26). Der Offensivmann hatte gleich mehrere Angebote, die Wahl fiel letztendlich auf den LASK. Dort war er bis zum Februar Stammspieler, ehe ihn ein Kreuzbandriss stoppte.

Fabian Miesenböck (28). Der gebürtige Kärntner kehrte im Dezember 2020 in seine Heimat zu Austria Klagenfurt zurück, wurde dort 2. Liga-Meister und spielt jetzt wieder Bundesliga.

Martin Pusic (33). Der Stürmer wechselte ins Ausland zum TSV 1860 München, wo sein Vertrag im Winter 2020 aufgelöst wurde. Seither ist Pusic vereinslos.

Marko Kvasina (24). Die Vorbereitung auf Mattersburgs letztes Frühjahr machte der Angreifer noch mit, fixer Bestandteil war er dann aber nicht mehr. Ihn zog es schließlich ins belgische Oberhaus zum KV Oostende.

Patrick Bürger (34). Mit 58 Toren ist der Bad Tatzmannsdorfer Bundesliga-Rekordtorschütze des SVM. Auf Torjagd geht er seit der vergangenen Saison für den 2. Liga-Klub SV Lafnitz.

Victor Olatunji (21). Für den nigerianischen Stürmer heißt seine sportliche Heimat aktuell Zypern. Der Offensivmann spielt dort in der höchsten Spielklasse bei AEK Larnaca.