2. Bundesliga geht wieder ans Werk. Es ist fix: Die 2. Liga gilt als Spitzensport. Gespielt werden darf unter strengen Vorkehrungen.

Von David Marousek, Malcolm Zottl und Peter Wagentristl. Erstellt am 13. November 2020 (02:22)
Weiter geht´s. Für Fuad Memcic (BBC Nord Dragonz), Sebastian Koch und Florian Pöcksteiner (beide Güssing/Jennersdorf Blackbirds) geht die Liga-Saison am 21. November weiter.
David Marosuek

Das neue Spitzensport-Konzept bringt für die zehn verbliebenen Vereine der 2. Liga einen deutlichen Mehraufwand, aber auch deutlich bessere Chancen auf ein sportliches Ende der Saison. Die BVZ fragte bei den drei burgenländischen Vertretern aus Eisenstadt, Güssing und Mattersburg nach.

Mattersburg Rocks

Für die Rocks war die entscheidende Frage, wer die verpflichtenden Corona-Tests durchführen würde? Mit dem Sieggrabener Mediziner Stefan Schachner fanden die Mattersburger einen „Klubarzt, der gleichzeitig einen weiteren Schritt zur Professionalisierung des Vereins beiträgt“, freut sich Obmann Corey Hallett: „Ohne ihn wäre das jetzt nicht machbar gewesen.“

Das erste Training als „Spitzensportler“ war für den gestrigen Mittwoch geplant. Die Rocks haben aber ohnehin eine Woche mehr Zeit, um sich auf den Restart vorzubereiten. Denn als nächster Gegner wären die ausgeschiedenen Mistelbach Mustangs am Plan gestanden. „Wir haben gewusst, dass die Saison eine Achterbahn wird. Wir hoffen, dass die Fahrt durch das Spitzensport-Konzept jetzt etwas ebener wird.“

BBC Nord Dragonz

Das Team aus der Landeshauptstadt hat mittlerweile auch die offizielle Freigabe vom Sportministerium und daher grünes Licht von der Gemeinde. Die Dragonz sind damit der einzige Verein, der das Allsportzentrum weiterhin nutzen darf.

„Testen müssen wir nur einmal vor dem Start des Ligabetriebs —  außer es gibt positive Fälle bei uns oder den Gegnern, dann müssen wir in Quarantäne oder uns freitesten“, erklärt Obmann Roland Knor. Im Falle eines negativen Tests dürfen Spieler, die als K1 (Kontaktperson ersten Grades, Anm.) in Quarantäne geschickt werden, vorzeitig wieder trainieren und Matches bestreiten.

Bei den Tests zeigte sich der BBC Nord zuletzt solidarisch: „Wir haben uns bereits vorbereitet und rechtzeitig Tests besorgt. Einigen anderen Vereinen haben wir nun mit Schnelltests ausgeholfen, damit diese rechtzeitig zu negativen Ergebnissen kommen“, so der oberste Drache zur BVZ.

Güssing-Jennersdorf Blackbirds

Die Blackbirds haben am Dienstagabend wieder das Training aufgenommen. Zuvor wurden alle Spieler durchgetestet. „Wir freuen uns wieder spielen zu dürfen, aber wirtschaftlich ist das nicht leicht“, erklärte Headcoach Daniel Müllner. Dankenswerterweise hätten sich einige Sponsoren bereit erklärt, bei den Tests finanziell unter die Arme zu greifen. Es sei jedoch nicht nur ein finanzieller Aufwand, sondern auch ein organisatorischer.

„Wir wollen unsere Fans jetzt über den Live-stream begeistern“, fasste Müllner zusammen. Bereits am Freitag holen die Güssinger zuhause das Cupspiel gegen KOS Celovec nach. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Im Falle eines Aufstiegs käme es am Sonntag in Güssing zum Südburgenland-Derby gegen die Oberwart Gunners.