Neusiedl am See , Mattersburg

Erstellt am 07. Dezember 2018, 06:25

von Bernhard Fenz

„Mädchen am Ball“: Große Burgenland-Pläne. Das Projekt zur Fußballförderung für Schülerinnen an burgenländischen Volksschulen wird von zwei Bezirken auf das Land ausgerollt. Ziel ist eine eigene Meisterschaft.

Kooperations-Partner. Dieter Herist (Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport), Isabel Hochstöger (ÖFB), ASKÖ Burgenland-Präsident Christian Illedits und Harald Ziniel (Landesschulrat/Fachin-spektor für Bewegung und Sport, hinten, v.l.) mit den Kickerinnen Hanna Schwartz, Anna-Lena Leeb, Lea Pürkfellner und Sophie Schwartz (vorne, v.l.). Foto: Fenz  |  Fenz

Ministerium für öffentlichen Dienst und Sport (BMÖDS), Österreichischer Fußball-Bund (ÖFB), Burgenländischer Landesschulrat (LSR), Land Burgenland, Burgenländischer Fußballverband (BFV) und die ASKÖ Burgenland als ausführender Dachverband - „Mädchen am Ball“ ist von Förderungs- sowie Partnerseite her breit aufgestellt und wird fortgesetzt.

Im Vorjahr als Pilotprojekt in den Bezirken Mattersburg und Eisenstadt gestartet, erfolgt nun die Ausrollung auf das gesamte Burgenland. Dafür wurden drei Bewegungscoaches (Bianca Gröller, Steffie Kremener, Bernd Eibler) engagiert, die an den burgenländischen Volksschulen Geschmack machen und Schnuppertrainings durchführen.

Die ASKÖ-Bewegungscoaches für das Projekt Bianca Gröller (Gruppe Süden), Bernd Eibler (Gruppe Mitte) und Stefanie Kremener (Gruppe Nord, v.l.). Foto: Fenz  |  Fenz

All das soll den Anstoß geben, dass letztlich die Implementierung des Mädchen-Trainings in ansässige Sportvereine funktioniert. Genau das ist auch das langfristige Ziel: eigene Mädchenmannschaften zwischen sieben und zehn Jahren zu schaffen und so den Mädchenfußball in Schwung zu bringen. Die ersten Erfahrungen seien jedenfalls sehr gut, die Begeisterung in den Volksschulen groß.

ASKÖ-Präsident Christian Illedits: „Der nächste Schritt sind die Stützpunkttrainings und die Bildung eigener Mannschaften.“ Hier ist das Interesse von Fußballklubs für die Schaffung eigener Nachwuchsmannschaften wesentlich. Auch das sei vorhanden, wie die Beteiligten bestätigten. In den Bezirken Mattersburg und Eisenstadt wird in Draßburg, Neufeld und St. Georgen bereits regelmäßig traininert, langfristig sollen pro Bezirk rund drei Stützpunkte für weiterführende Trainings entstehen. Bestenfalls könnten freilich zahlreiche Klubs pro Bezirk auf den Zug aufspringen.

Regionale Meisterschaft ab Sommer 2019 als Ziel

In der Praxis sollen die bereits vorhandenen Strukturen einmal genutzt werden, um eine erste Form des Meisterschaftsbetriebs zu gewährleisten. So wird es im Nord- und Südburgenland im Winter einen Hallencup geben, ab 2019/2020 könnte dann eine Meisterschaft ins Leben gerufen werden. „Ziel ist, dass diese Meisterschaft regional ausgetragen wird. Das könnte auch, angelehnt an die Burschen, in Turnierform erfolgen,“ so Illedits.

Und auch Eigeninitiative ist nicht verboten. Hier ist ein Blick in die Bildungsregion Oberpullendorf/Oberwart interessant, wo Volksschulen bereits selbstständig einen Mädchenfußball-Cup austragen.