Mattersburg

Erstellt am 11. März 2018, 18:38

von Bernhard Fenz

Mattersburger Elfer-Doppel zum 2:2 gegen Salzburg. Mattersburg knöpfte Meister Salzburg daheim ein 2:2 ab. Lange Zeit spielten die Burgenländer in Überzahl, lagen aber auch 0:2 zurück und fixierten dann doch noch den Punkt.

MATTERSBURG – SALZBURG 2:2.

Der SVM ist richtig gut drauf derzeit. Wenn aber Salzburg auf der Gegenüberseite steht, dann sieht die Sache wieder anders aus. Der Meister, gefühlt eine halbe Ewigkeit ohne Niederlage und zuletzt beim 2:1 im Europa-League-Achtelfinalhinspiel in Dortmund auch noch international herausragend, war trotz einer stark veränderten Startelf über weite Phasen eine große Nummer im Pappelstadion.

Und das, obwohl die Gäste ab der 12. Minute nur noch zu zehnt waren. Ausgerechnet Ex-SVM-Profi Patrick Farkas musste nach einem Salzburg-Corner und dem raschen Gegenstoß die Notbremse ziehen, weil seine Rückgabe auf Goalie Cican Stankovic zu schwach ausfiel, Julius Ertlthaler die Situation aber übernaserte und durchzog.

Referee Gerhard Grobelnik zückte Rot für den Südburgenländer in den Reihen der Bullen. Den fälligen Freistoß aus bester Lage vergab dann aber Jano. Sechs Minuten später klopfte Smail Prevljak per Drehschuss an.

Effizienter waren aber die Salzburger, die in Unterzahl in Führung gingen.  

27. Minute: Reinhold Yabo setzte sich auf der rechten Seite gegen Markus Pink, seine Flanke verwertete Fredrik Gulbrandsen per Kopf, er kam vor Gegenspieler Nedeljko Malic an den Ball, SVM-Tormann Markus Kuster konnte aus kurzer Distanz nicht mehr entscheidend abwehren.

 Acht Minuten später hätte es gar 0:2 stehen können, als Hannes Wolf im Sechzehner abzog, aber nur das Lattenkreuz traf. Auf Mattersburger Seite war es wiederum kurz vor dem Halbzeitpfiff Markus Pink, der knapp verzog.

Elfer als rasche Antwort auf vermeintliche Vorentscheidung

Die Mannschaft von Trainer Marco Rose ließ auch in Hälfte zwei vorerst nichts anbrennen und setzte eine Durftmarke an Effizienz. Hannes Wolf ließ in Minute 54 Jano und Thorsten Mahrer stehen, schloss ab und bejubelte das 0:2. Es war aber nur die vermeintliche Vorentscheidung.

Unmittelbar nach dem Gegentor verwertete nämlich Smail Prevljak einen Handselfer, nachdem ein Ball des eingewechselten Rene Renner an den Oberarm von Duje Caleta-Car gesprungen war.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt war auf Seiten der Burgenländer wieder Feuer, Spannung und Dampf in der Partie. Kapitän Nedeljko Malic setzte da einen Eckball per Kopf aber neben die Stange. Später war es Renner, dessen Schuss aufs kurze Eck aber kein Problem für Stankovic darstellte. Zudem sorgte die eine oder andere Situation im Strafraum des Meisters für Gefahr, da fehlte es aber an der letzten Entschlossenheit im Abschluss. 

Und dann kam sie, die ominöse 82. Minute: Langer Eckball von Andreas Gruber, Diadie Samassekou mit einer Kurzschlusshandlung – klares Handspiel – erneut Elfer für Mattersburg. Wieder trat Prevljak an, versenkte das Runde diesmal in der rechten unteren Ecke und fixierte so das 2:2-Unentschieden.

 

MATTERSBURG – SALZBURG 2:2 (0:1).

Torfolge:  0:1 (27.) Gulbrandsen, 0:2 (53.) Wolf, 1:2 (55.) Prevljak (Handselfer), 2:2 (83.) Prevljak (Handselfer).

Rot: Farkas (13., Torraub).

Gelb: Malic (22., Foul), Okugawa (31., Foul), Novak (77., Foul); Berisha (49., Kritik), Ulmer (68., Foul).

SR: Grobelnik.- Pappelstadion, 4.100.

Mattersburg: Kuster; Novak, Malic, Mahrer, Rath; Jano, Perlak (79. Maierhofer); Okugawa (72. Gruber), Ertlthaler, Pink (46. Renner); Prevljak.

Salzburg: Stankovic; Farkas, Onguene (46. Pongracic), Caleta-Car, Ulmer; Leitgeb (72. Lainer); Yabo, Wolf, Berisha (59. Samassekou); Minamino, Gulbrandsen.

 

STIMMEN ZUM SPIEL

Mike Novak: „Erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen.  Danach sind wir wach geworden, haben mit einem Mann mehr auch mehr Druck ausüben können und uns am Ende mit einem Punkt belohnt.“

SVM-Trainer Gerald Baumgartner: „Wir haben es Salzburg heute leicht gemacht zu zwei Toren zu kommen. Nach der Pause haben es besser gemacht und noch verdient einen Punkt geholt.“

Salzburg-Trainer Marco Rose: „Kompliment an meine Mannschaft, wie sie hier mit dem Spielverlauf umgegangen ist. Wir können mit dem Punkt heute leben.“

Patrick Farkas: „Ich muss den Ball wegschießen, dann passiert gar nichts. Die Mannschaft hat das dann aber sehr gut gemacht.“