Erstes Meisterschafts-Fazit: „Läuft überraschend gut“. Seitens des Burgenländischen Fußballverbands zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden, weil mehr Spiele als angenommen durchgeführt werden konnten.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 25. September 2020 (02:12)
BFV-Geschäftsstellenleiter Karl Schmidt: „Haben noch einen Puffer bis Ende November.“
BVZ

Dass der Dienstag mittlerweile den Charme eines zusätzlichen Spieltags im burgenländischen Amateurfußball genießt, ist dem Corona-Umstand geschuldet. Sämtliche Partien, die aufgrund der Covid-19-Thematik abgesagt werden mussten, werden Woche für Woche eben zu einem Großteil an diesem Ersatztermin abgewickelt, um vom Plan her wieder auf Schiene zu kommen. Schließlich gilt es, dass alle Klubs über kurz oder lang wieder am gleichen Stand an gespielten Matches stehen.

Und doch ist die Zahl der Begegnungen, die aus besagten Gründen nicht durchgeführt werden konnten, absolut überschaubar, wie Karl Schmidt gegenüber der BVZ bestätigt. Der Geschäftsstellenleiter des Burgenländischen Fußballverbands (BFV) rechnet vor: „Am vergangenen Wochenende waren von den Kampfmannschaften 76 Spiele mit burgenländischer Beteiligung angesetzt, fünf davon mussten abgesagt werden. Das läuft überraschend gut und ist von der Bilanz her top.“ Nicht durchgeführt wurden diesmal die Begegnungen Buchschachen - St. Michael (1. Klasse Süd), Frauenkirchen - Steinbrunn (1. Klasse Nord), Neufeld - Trausdorf (2. Klasse Nord), Apetlon - Tadten (2. Liga Nord) sowie Neusiedl 1b - Simmering (Frauen, 1. Klasse/Wien).

Am Dienstag folgte dann allerdings noch aufgrund eines Verdachtsfalls bei Bad Sauerbrunn die Absage des Burgenlandliga-Nachtrags in Pinkafeld, auch in der 2. Liga Mitte konnte Covid-19-bedingt das Duell Neudörfl - Neutal wieder nicht angepfiffen werden.

Was aber rein das Wochenende betrifft, sieht die jüngste Bilanz eine Quote von rund 93,5 Prozent. Das hilft schon einmal sehr, das angepeilte Ziel zu erreichen, nämlich die Meisterschaft am Ende der Saison auf jeden Fall werten zu können. Dafür braucht es laut den abgesegneten Covid-19-Sonderregelungen des Verbands für die Saison 20/21 im Fall des Falles keine vollständige Meisterschaft. Auch bei einem etwaigen Abbruch werden Auf- und Abstieg durchgeführt, wenn in allen Ligen und Klassen des Landesverbands-Betriebs jede Mannschaft mindestens einmal gegen jede andere gespielt hat. In den 2. Klassen Süd A, B und C mit nur acht Teams müssen alle zweimal gegeneinander gespielt haben.

Kann darüber hinaus überall mindestens ein Drittel sämtlicher Matches der zweiten Saisonhälfte gespielt werden, würde der Tabellenstand zum Zeitpunkt des Abbruchs zur Anwendung kommen. Bei unterschiedlicher Anzahl an absolvierten Spielen würden Quotienten für die endgültige Reihenfolge gebildet. Zukunftsmusik.

Aktuell ist einmal etwa ein Drittel der ersten Saisonhälfte Geschichte. BFV-Präsident Gerhard Milletich: „Unter diesen Umständen ist die Abwicklung bis dato gut. Mein Bestreben wäre, dass wir die Meisterschaft im Herbst durchziehen können, um auf Nummer sicher zu gehen, was eine Wertung betrifft. Schließlich ist vielleicht auch eine Verschärfung der Maßnahmen zu befürchten. So gesehen nehmen wir alles gerne mit, was jetzt möglich ist.“ Das sieht auch Karl Schmidt so: „Wir haben im Herbst hinten raus noch einen Puffer bis Ende November, auch das gibt Zuversicht.“

BFV-Cup? Meisterschaft hat derzeit Vorrang

Stiefmütterlich behandelt muss allerdings der BFV-Cup werden, wo etwa nach wie vor die ursprünglich Covid-bedingt abgesagte und danach bereits mehrmals verschobene Zweitrunden-Partie zwischen Oberpullendorf und Leithaprodersdorf offen ist. Am 26. Oktober wären schon Drittrunden-Spiele angesetzt, da gibt es jedoch aufgrund der Doppelrunde vorprogrammierte Terminkollisionen. Schmidt: „Es wird schwer werden, noch im Herbst alles unterzubringen. Fakt ist, dass derzeit die Meisterschaft Vorrang hat.“