Smudla im Rückblicksinterview: „Tolle Entwicklung“. U18-Trainer Ivo Smudla war sich vom Saisonstart weg sicher, dass seine Mannschaft in diesem Herbst schöne Erfolge einfahren können wird. Von Martin Plattensteiner

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 04. Januar 2019 (06:14)
Plattensteiner
Ivo Smudla bringt jahrelange Erfahrung als Trainer mit. Davon profitieren vor allem die U18-Kicker sehr. Der Coach ist mit dem Erreichten aber noch lange nicht zufrieden. Um Profi zu werden, verlangt Smudla eine professionelle Einstellung und harte Arbeit.

BVZ: Ihre Mannschaft hat die Hinrunde auf Rang sieben und mit 14 Punkten abgeschlossen. War das zu erwarten?

Ivo Smudla: Ich bin vor der Saison davon ausgegangen, dass wir heuer erfolgreicher auftreten werden als im Jahr zuvor. Die Mannschaft hat sowohl in taktischer als auch in körperlicher und in spielerischer Hinsicht eine starke positive Entwicklung gemacht. Auch die Punkteausbeute hat sich gesteigert. Wir hätten aber noch öfters voll anschreiben können. Trotzdem: Das ganze AKA-Paket hat gepasst.

Erstmals seit zwei Jahren konnte die U18 auswärts gewinnen.

Das war das 1:0 in Vorarlberg. Keiner wusste mehr, wie das ist, mit vollen statt leeren Händen heimzukommen. Der Stimmung hat das auf jeden Fall äußerst gutgetan.

Nach drei Runden war man sogar zwischenzeitlich Erster.

Eine tolle Momentaufnahme. Wir waren uns aber ständig bewusst, dass wir nicht mit allen Akademien mithalten können. Zudem wissen wir, dass Spieler für die SVM-Amateure abzustellen sind. Wenn zwei Akteure fehlen, sind wir dementsprechend schon nicht mehr gleichwertig aufgestellt. Dessen sind wir uns bewusst.

Woran mangelt es, noch mehr Kontinuität abrufen zu können?

Wir schießen einfach zu wenig Tore, verfügen über keinen Knipser wie ihn andere Akademien haben. Wir müssen uns alles sehr hart erarbeiten, bekommen nichts geschenkt und sind auch im Erzwingen von Chancen nachlässig.

Welches System bevorzugen Sie?

Das Team ist um ein Jahr reifer geworden. Da konnten wir sogar mit zwei Angreifern antreten. Ein 4-4-2 war ebenso möglich wie ein 4-3-3.

Woran muss aktuell noch gearbeitet werden?

Wir müssen lernen, noch schneller zu handeln und umzuschalten. Einen Stürmer, der ständig trifft, kann ich leider nicht aus dem Hut zaubern. Aber vielleicht ist es möglich, wenn alle Stammspieler voll fit sind, in der Offensive noch mehr Akzente zu setzen. Darauf möchte ich im Frühjahr eines meiner Hauptaugenmerke legen, um eventuell die eine oder andere Schnittpartie zu gewinnen.

Sie sind schon sehr lange dabei. Welche Erfahrungen sammelt man über die Jahre?

Seit dem SVM-Abstieg im Juni 2013 bin ich wieder Akademie-Trainer. Ich gehe wahrscheinlich eines Tages mit der AKA in Pension. Zehn Jahre davor war ich schon im BNZ und LAZ tätig. Da hatte ich Jungs wie Christian Gartner, Lukas Rath oder Patrick Farkas unter meinen Fittichen. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass sich ordentliche Arbeit stets bezahlt macht. Vielleicht nicht sofort, auf jeden Fall aber später.

Wie verbringen Sie heuer die Feiertage?

Wir bleiben in Österreich. Zuerst wird Weihnachten gefeiert und dann der Geburtstag meiner Gattin Manda sowie der meines Sohnes Dino. Und heute (Anmerkung: Donnerstag, 3. Jänner) ist schon wieder Training. Zudem stehen auch noch Hallenturniere auf dem Programm, etwa am Samstag beim Rosalienpokal in Mattersburg.

Interview: Martin Plattensteiner