Wiesberger setzte Ausrufezeichen

Bernd Wiesberger hat sich direkt für das Team Europa qualifiziert. „Bin überglücklich und sehr stolz auf die Art und Weise.“

Bernhard Fenz
Bernhard Fenz Erstellt am 18. September 2021 | 03:56
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Karriere-Höhepunkt. Bernd Wiesberger wird Europa kommende Woche in den USA beim Ryder Cup vertreten. Der Bad Tatzmannsdorfer löste das Ticket für den Kontinental-Vergleichskampf. Raiffeisen
Foto: GEPA/

Mit einem Sieg bei den Italian Open 2019 sammelte Bernd Wiesberger die ersten zahlreichen Punkte für die europäische Ryder Cup-Punkteliste. Nicht zuletzt weil der Kontinental-Vergleichskampf aufgrund der Covid-Pandemie von 2020 auf 2021 verschoben werden musste, zog sich aber auch die Qualifikationsphase in die Länge. Am Ende behielt der 35-jährige Bad Tatzmannsdorfer die Nerven, setzte mit Platz zwei beim drittvorletzten Event der Qualiphase (den Swiss Open in Crans Montana) zum Überholmanöver an und schaffte mit einem 20. Platz beim abschließenden BMW PGA Championship im englischen Wentworth den Sprung auf Platz vier der europäischen Ryder Cup-Punkteliste, was gleichbedeutend mit der Direkt-Quali war. Somit ist der Burgenländer auch der erste Österreicher, der am Ryder Cup teilnimmt und nach Bernhard Langer und Martin Kaymer erst der dritte deutschsprachige Profi, dem diese Ehre zuteil wird.

Kein Wunder, dass Wiesberger im Vorfeld des Top-Events erleichtert resümieren konnte: „Die Teilnahme am Ryder Cup war nicht nur ein großes Saisonziel, sondern auch ein wichtiges Karriereziel für mich. Ich bin überglücklich über die Qualifikation und sehr stolz auf die Art und Weise, wie wir uns diesen Platz in den letzten drei Wochen erspielt haben.“ Die besagten drei Wochen haben, wie der Profi klarstellte, freilich einiges an Substanz gekostet, ergo stand zuletzt auch Regeneration am Programm. „Ich bin froh, dass die Qualifikationsphase nun beendet ist und muss diesen Erfolg erst realisieren,“ sagte Wiesberger. Viel Zeit bleibt ohnehin nicht, schon nächste Woche ist der Ryder Cup für den Burgenländer schließlich die wundersame Realität.