Köpfe frei für das zweite Treffen. Nach der Pleite im Spiel eins der Best-Of-Five-Serie gegen die Swans soll am heutigen Donnerstag Revanche her.

Von David Marousek. Erstellt am 22. April 2021 (03:33)
In den letzten Spielen noch in Hochform, in Gmunden war bei Ignas Fiodorovas etwas Sand im Getriebe. Nur vier Punkte und drei Assists sind zu wenig für den talentierten Litauer. Am heutigen Donnerstag gibt es die Chance zur Wiedergutmachung.
Daniel Fenz, Daniel Fenz

So hatten sich die Oberwarter den Start in das Halbfinale ganz und gar nicht vorgestellt. Mit einer dreistelligen Punkteanzahl schickten die Gmunden Swans, die im Cupfinale den Oberwartern noch unterlagen, die Gunners wieder nach Hause. Vor allem im dritten Viertel entglitt den Oberwartern das Spiel völlig, mit 81:61 ging es so in den letzten Spielabschnitt.

Spieler kritisch mit der eigenen Leistung

„Sie haben uns das Leben schwer gemacht und wir haben es einfach nicht geschafft, die richtigen Mittel gegen ihre aggressive Pick-And-Roll-Defense zu finden. Zudem trafen wir dann auch unsere Dreier nicht“, ärgerte sich Gunners-Kapitän Sebastian Käferle nach dem Duell. „Wir haben nicht so gespielt, wie wir es im Cup gegen sie getan haben. Und wir haben als Mannschaft heute gar nicht mehr funktioniert und das war das große Problem, welches wir hatten. Deshalb auch die hohe Niederlage“, erklärte Renato Poljak.

„Nach den Gesprächen mit den Spielern glaube ich aber eher, dass es reine Kopfsache war.“

Horst Leitner, Headcoach bei den Oberwart Gunners

Doch woran lag es? An der Erschöpfung? Headcoach Horst Leitner hat eine Vermutung: „Wir hatten Probleme in der Defense, entweder war es Ermüdung oder Kopfsache. Nach den Gesprächen mit den Spielern glaube ich aber eher, dass es reine Kopfsache war.“

Wieder kein Lawrence Alexander in Oberwart

Das Positive daran: Die Mannschaft hat noch Reserven und es gab jetzt einige Tage, um sich mental wieder auf den Play-off-Kampf einzustellen. So auch beim freiwilligen Vormittagstraining am vergangenen Dienstag, an dem Legionär Lawrence Alexander noch immer nicht teilnehmen konnte.

Hoffnung auf eine Rückkehr im Halbfinale, die vor wenigen Wochen noch im Raum stand, gibt es fast keine mehr. „LA ist immer noch mit Schiene und auf Krücken unterwegs. Das wird eher nichts“, ärgert sich Leitner, der natürlich lieber eine große Rotation hätte. Die große Chance auf die Revanche gibt es schon am heutigen Donnerstag in Oberwart.

Eine besondere Vorbereitung hat sich Leitner für das zweite Halbfinal-Duell nicht überlegt: „Diese läuft bei uns genau so ab, wie bei jedem Match. Selbst wenn wir in Gmunden gewonnen hätten, wäre nichts anderes passiert.“