Baumgarten

Erstellt am 07. November 2018, 03:18

von Bernhard Fenz

Ivanschitz: „Es war mit 35 die richtige Entscheidung“. Der langjährige Internationale beendete seine Karriere, bleibt aktuell noch in Prag und lässt seine Zukunft offen.

Einer der Karriere-Höhepunkte. Nach seinem Wechsel von Sevilla (da war er bei Levante im spanischen Oberhaus tätig) zu Seattle Sounders in die Major League Soccer krönte Andreas Ivanschitz das Engagement in den USA im Dezember 2016 mit dem Gewinn der Meisterschaft.  |  GEPA

Große Schritte benötigen Zeit. Wer wie Andreas Ivanschitz 19 Jahre im Profifußball tätig ist, kann also logischerweise nicht von heute auf morgen kurzschlussmäßig Lebewohl sagen. Der Baumgartener nahm sich daher nach seinem Abgang von Viktoria Pilsen Ende der abgelaufenen Saison die Zeit – gezwungenermaßen. Seitdem war Ivanschitz nämlich ohne Verein, hielt sich in Prag fit und sondierte.

„Das wird sich zeigen. Ausschließen mag ich es nicht.“Andreas Ivanschitz auf die Frage, ob er sich künftig auch eine Tätigkeit als Trainer vorstellen könne.

„Ich habe gewartet, ob es sportlich eine neue Herausforderung gibt.“ Die gab es aber nicht, trotz der einen oder anderen Anfrage, wie Ivanschitz wissen ließ. Auch ein Zuwarten auf die Wintertransferzeit, wenn die Klubs traditionell eher ihre Fühler ausstrecken, sei keine Option gewesen. „Ich werde auch nicht jünger, die Chancen werden geringer und deshalb habe ich mich entschieden aufzuhören.“

Nachsatz: „Unterm Strich ist für mich mit 35 Schluss. Die Entscheidung war keine leichte, aber die richtige.“

Wohl noch bis Sommer in Prag, dann alles offen

Wie es nun weitergeht, ließ der nunmehrige Ex-Profi offen. Seine Familie, die ihn stets zu seinen Stationen begleitete, lebt wie er nach wie vor in Prag – wo auch die Kinder zur Schule gehen. „Wir werden als Familie nun entscheiden, was wir machen wollen. Ziemlich sicher bleiben wir bis nächsten Sommer mal dort.“

Ivanschitz selbst war zuletzt für den Streaming-Dienst DAZN als Experte tätig. „Eine komplett neue Erfahrung, die aber sehr interessant ist. Es macht Spaß, weil auch viel internationaler Fußball dabei ist.“ Ob es möglich sei, über kurz oder lang ins Trainergeschäft einzusteigen. „Das wird sich zeigen. Ausschließen mag ich es nicht“, ließ er gegenüber der BVZ abschließend wissen.