Kollar nach Wahl: „ASKÖ ist der Bewegungsmotor“. Im Neudörfler Martinhof wurde Neo-Präsident Alfred Kollar einstimmig im Amt bestätigt. Die Ziele: Die Menschen bewegen und ein ASKÖ-Bewegungscenter errichten.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 02. Dezember 2019 (05:33)
Neues ASKÖ-Präsidium einstimmig gewählt: Mühlgrabens Bürgermeister Fabio Halb, Rusts Bürgermeister Gerold Stagl, Landtagsabgeordnete Doris Prohaska, Präsident Alfred Kollar, Elisabeth Habeler, Monika Kuster und Landtagsabgeordneter Peter Heger (v.l.) freuen sich auf gute Zusammenarbeit.
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Gerade einmal ein halbes Jahr im Amt und dann schon wiedergewählt. Ein Statut der ASKÖ Burgenland erlaubte es im Frühjahr, dass Alfred Kollar mit Präsidiumsbeschluss von Christian Illedits übernahm, der damals bekanntlich Sportlandesrat wurde.

Jetzt im Spätherbst bereut Illedits nichts: „Ich habe eine neue spannende Aufgabe und außerdem habe ich ja den perfekten Nachfolger gefunden“, meinte der Landesrat am außerordentlichen ASKÖ-Landestag im Neudörfler Martinihof Richtung Kollar, dessen Wiederwahl übrigens einstimmig ausfiel.

Drei Viertel sind sportlich inaktiv

Genauso wie die Bestellung der sechs Präsidiumsmitglieder. Neu sind Elisabeth Habeler, Gerold Stagl, Peter Heger und Fabio Halb. Monika Kuster und Doris Prohaska bleiben im Amt. Damit soll die ASKÖ noch regionaler werden, für jede Region gibt es einen eigenen Vizepräsidenten.

„Es ist wie im Fußball. Nach einem Trainerwechsel haben wir Leistungsträger unseres Teams halten können und mit jungen, aber auch erfahrenen Spielern ergänzt“, zieht Kollar – ehemaliger Tormann und Obmann beim Fußballclub aus Großpetersdorf – Vergleich. Zu Ehrenpräsidenten wurden die aus dem Präsidium geschiedene Christa Prets und Landesrat Illedits gekürt.

ASKÖ TROPHY | Im Rahmen des ASKÖ-Landestags wurden verdiente Sportler, Funktionäre und Mannschaften mit der ASKÖ Trophy ausgezeichnet. Den Titel Sportler des Jahres holten Badminton-Ass Luka Wraber (ASKÖ Neudörfl) und Schattendorfs Tennishoffnung Piet Luis Pinter, der sich gleich selbstbewusst zeigte: „Ich will Nummer eins der Welt werden, das ist mein Ziel.“ Mannschaft des Jahres wurden Burgenlandliga-Champion Draßburg und die Tennis-Cracks des ASKÖ Stoob. Funktionäre des Jahres wurden Julia Grabenbauer (Kassier-Stv. bei den Schlaininger Fußballern), Heinz Mock (Obmann des ASKÖ TC Eisenstadt ) und Stefan Strommer (Obmann der Siegendorfer Fußballer). Fotos: ASKÖ Burgenland
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Neben den Wahlen war der Bewegungsmangel großes Thema. „Wir als ASKÖ sind der Bewegungsmotor“, möchte Kollar genau dort ansetzen. Für die diversen Projekte – Mädchen am Ball, Wir bewegen Burgenland, Bewegt im Park, Kinder gesund bewegen, tägliche Turnstunde, Sport verbindet uns und Sportverein Plus – investierte der Dachverband, wie weiter ausgeführt wurde, von 2016 bis 2019 rund drei Millionen Euro im Burgenland.

„Der Bedarf an einem neuen Haus ist gegeben, das sind wir uns selbst schuldig.“ASKÖ-Präsident Alfred Kollar über die Bestrebung einer neuen „ASKÖ-Heimat“.

Eine der berühmtesten ASKÖ-Initativen feierte beim Landestag übrigens Geburtstag. Hopsi Hopper bewegt Kinder seit 25 Jahren. Doch nicht nur die Menschen will die ASKÖ bewegen, auch sie selbst will sich bewegen. Das Sekretariat in der Ruster Straße in Eisenstadt ist in die Jahre gekommen. Ein neues ASKÖ-Bewegungscenter soll geschaffen werden.

Da wäre Kollar als geschäftsführender Obmann der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) ASKÖ-Präsident und Fachmann zugleich: „In dem jetzigen ASKÖ-Haus war ja früher die OSG beheimatet. Der Täter kehrte also quasi zum Tatort zurück“, grinste Kollar: „Aber es ist beengt und entspricht nicht mehr heutigen Standards. Der Bedarf an einem neuen Haus ist gegeben, das sind wir uns selbst schuldig“, will Kollar einen neuen, geeigneten Standort finden.