BFV-Talente legten gute Hallen-Auftritte hin. Die rot-goldenen LAZ-Standorte hielten beim nationalen Vergleich in Linz mit, auch wenn nicht alles passte.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 05. Dezember 2019 (06:05)
Platz 19. Lars Postmann, Bastian Woppel, Samuel Perschy, Sava Gajic, Nico Dorner, Tobias Bölzlbauer, Jan Ringbauer, Aleksandar Aleksic, Eren Martinov, Johannes Polster, Philipp Schweiger, Tobias Wisak und ihre Trainer Georg Haider (l.) sowie Florian Hotwagner (2.v.r.) und Physiotherapeut Michael Fellinger (r.) vom Team Oberwart/Neusiedl.
BFV

Der Burgenländische Fußballverband (BFV) entsandte zum LAZ-Vergleich in die Linzer TipsArena wie gewohnt jeweils eine Mannschaft der beiden ÖFB-Standorte Eisenstadt und Oberwart. Anders als in der Vergangenheit wurden allerdings die Kader der beiden Teams zusammengestellt.

Während noch im Vorjahr die Talente aus dem Bezirk Neusiedl (Anm.: dort betreibt der Verband aufgrund der großen Distanz zur Hauptstadt einen Stützpunkt, der nicht als ÖFB-Standort gilt) ins Eisenstädter Team eingegliedert wurden, bildeten die Kicker aus dem nördlichsten Bezirk des Landes diesmal eine „Spielgemeinschaft“ mit den Talenten des LAZ Oberwart.

„Das war aufgrund der Kadersituationen der beiden ÖFB-Standorte eine logische und richtige Entscheidung“, erklärt BFV-Sportchef Hans Füzi, der mit dem Abschneiden seiner beiden Truppen durchaus zufrieden war. „Oberwart/Neusiedl erreichte das erwartete Resultat. Bei den Eisenstädtern wäre wohl im Futsal noch etwas mehr drinnen gewesen. Der Technikbewerb war dafür sehr gut.“

„Das Team aus Eisenstadt war nicht effizient genug. Sie hätten alle Spiele gewinnen können.“Hans Füzi, Sportlicher Leiter des Burgenländischen Fußballverbandes

Aber der Reihe nach:

Beide Teams starteten am Freitag mit Siegen in das Turnier. Die Eisenstädter zeigten sich in der Folge allerdings zu ineffizient in der Verwertung ihrer Chancen, holten acht Zähler und beendeten die Gruppe A mit acht Punkten auf Rang drei. „Da war mehr möglich. Vor allem gegen Sankt Pölten (Anm.: LAZ Mitte) und Villach vergaben wir eine Fülle an Chancen. Unsere Gruppe war aber auch sehr stark besetzt“, blickt Trainer Didi Heger zurück. Mit vier Siegen und nur einer Niederlage holte sich Oberwart/Neusiedl am ersten Tag etwas überraschend den Gruppensieg. „Da ist uns viel aufgegangen“, war Standortleiter und Trainer Florian Hotwagner zufrieden.

Und Hotwagners Truppe schloss beim 4:1-Erfolg über das LAZ Weinviertel am nächsten Morgen auch gleich an den Erfolgen des Vortags an. Danach kam aber etwas Sand ins Getriebe. Einem 1:3 gegen Zell am See folgte ein bitteres 1:1-Unentschieden gegen Wels. Also ging es mit vier Punkten am Konto gegen die Gruppenfavoriten aus Wien und Steyr. Zwei weitere Niederlagen spülten Oberwart/Neusiedl auf Rang fünf der Tabelle und damit nur in die Spiele um die Plätze 17 bis 24.

„Das Spitzenfeld war unglaublich dicht beisammen. Da musst du einfach die Chancen besser nutzen.“Didi Heger, Standortleiter LAZ Eisenstadt

Auch bei den Eisenstädtern standen nach drei Zwischenrundenspielen lediglich vier Punkte auf dem Konto. Dabei tat das 0:0 gegen Villach mehr weh als das 1:3 gegen Bregenz, weil man als klar überlegenes Team wieder an der Chancenauswertung scheiterte. Denn trotz eines deutlichen 4:1-Erfolgs über Spittal waren die Aufstiegschancen in Gruppe D schon vor der letzten Begegnung gegen Seekirchen (2:2) dahin.

Stärkung. Aleksandar Aleksic (l.) und Eren Martinov vom LAZ Oberwart/ Neusiedl ließen sich in der Spielpause BVZ-Müsli-Riegel schmecken.
BVZ

Nach dem Verpassen des Viertelfinales ging es für Eisenstadt am Sonntag um die Plätze neun bis 16. Nach einem weiteren Remis (1:1) gegen Klagenfurt musste ein Penalty-Schießen die Entscheidung bringen. In einer nervenaufreibenden Angelegenheit verwertete Torhüter Luka Lukic die fünfte Chance auf den Sieg zum 9:8. Nach einer Niederlage gegen Steyr (1:2) folgte ein Sieg gegen Österreichs U16-Nationalteam der Mädchen (1:0), was am Ende Rang elf einbrachte.

„Nicht schlecht, aber heuer wäre ein Platz in den Top-Fünf möglich gewesen“, analysierte BFV-Sportleiter Hans Füzi das Abschneiden der Eisenstädter. Das LAZ Oberwart/Neusiedl beendete das Turnier ebenfalls mit Erfolgserlebnissen über Lienz und Weiz und Rang 19.

Grund zur Freude gab es einmal mehr im Technikbewerb. Dort schaffte es Eisenstadt zum dritten Mal in Folge aufs Podest. Nach zwei zweiten Plätzen reichte es diesmal zu Rang drei. Oberwart/Neusiedl schloss diesen auf Platz 20 ab. Schade nur, dass der ÖFB heuer auf eine offizielle Gesamtwertung aus Futsal- und Technikbewerb verzichtete. Denn dort hätte es nach Rang vier im Jahr 2017 sogar zum dritten Platz gereicht.