Neue Sportstätte in Eisenstadt ist in der Zielgerade(n). Die neue Sportstätte in Eisenstadt steht vor der Fertigstellung und bietet 56 Sportarten Platz. Kosten: 4,9 Millionen .

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 09. Oktober 2019 (02:45)
WM
Vorfreude: Catherina Strohmayer-Dangl Leser, OSG-Chef Alfred Kollar, Laufteam-Obfrau Ursula Bredlinger, Bürgermeister Thomas Steiner, Alt-Landeshauptmann Hans Niessl, „Mastermind“ Rolf Meixner, Simon Leser.

Kurz vor dem Ende der Bauarbeiten wurde die neue Leichtathletikanlage in der „Zielgerade“ (so der Name der Straße) präsentiert – tauglich übrigens für nicht weniger als 56 Sportarten. Auch der 2. Klasse Nord-Klub SC Eisenstadt könnte seine Fußball-Heimspiele künftig hier austragen.

BVZ

Was derzeit noch fehlt, ist eine Tribüne. Diese wird in den kommenden Wochen errichtet und fertiggestellt. Zwischen den Holz-Räumlichkeiten an der Seite (Aufenthaltsbereich, Lagerräume, Umkleide) und der Laufbahn wird eine Tribüne mit zwei Reihen auf zwei Niveaus errichtet, auch eigene „Presse-Corner“ und Jury-Plätze sind geplant. Insgesamt sollen 202 Sitzplätze, 110 Stehplätze und drei Rollstuhlplätze den Zuschauern bei diversen Veranstaltungen Platz bieten. Etwa auch bei den Heimspielen des SC Eisenstadt, der derzeit in Schützen beheimatet ist. „Das Angebot an den SCE von Seiten der Stadt steht, in rund einem Jahr könnten die ersten Heimspiele stattfinden“, so Bürgermeister Thomas Steiner. Beim SCE hört man von dem Angebot zum ersten Mal auf Anfrage der BVZ. Michael Billes, Obmann des SCE, zur möglichen neuen Spielstätte: „Das freut uns natürlich riesig, wenn das so ist. Wenn uns die Stadtgemeinde die Einladung ausspricht, auf der neuen Anlage zu spielen, nehmen wir diese sehr gerne und dankend an.“

Vor einer definitiven Zusage gelte es aber noch finale Gespräche mit dem Burgenländischen Fußballverband (BFV) und dem Leichtathletikverband (BLV) zu führen, „da wir beim BFV Auflagen erfüllen müssen und mit dem BLV Details über die Platznutzung klären müssen.“

SCE soll zurück in die Landeshauptstadt

Man sei jedenfalls um ein harmonisches Miteinander bemüht. Fest steht für Billes auch: „Langfristig soll der SCE sowieso in Eisenstadt seine Zelte aufschlagen, auch betreffend Nachwuchs ist das erstrebenswert. Wir freuen uns über diese Möglichkeit, die dann zur neuen Saison 2020/2021 hoffentlich Realität wird.“ Allerdings: Abseits der Meisterschaft steht dem SCE die Anlage nicht zur Verfügung. Trainieren müssten die Kicker weiterhin in Schützen —

die Belastung für den Rasen wäre zu groß. 15 Heimspiele pro Jahr würde der Platz verkraften, drei Trainings pro Woche würden den Rasen dagegen zu sehr schädigen. Außerdem soll die Multifunktionalität gewährleistet bleiben. Theoretisch wären insgesamt bis zu 56 Sportarten auf der Anlage ausführbar, darunter etwa Handball, Basketball, Beachvolleyball und viele andere. Einziger Verein, der aktuell auf der (nach der finalen Ausbaustufe) 4,9 Millionen teuren Anlage trainiert, ist das Laufteam Burgenland, das künftig nicht mehr in die Südstadt pendeln muss. Anfragen gibt es aber auch bereits von Polizei- und Heeressportvereinen.

Sportstätte offen auch für Privatpersonen

Der Platz soll zudem „auf jeden Fall“ auch für Privatpersonen zugänglich sein, stellt Steiner klar. „Je mehr, desto besser.“ Angedacht ist etwa ein Buchungssystem mit Chip oder ein Schließsystem. In der Landeshauptstadt wäre es der erste öffentlich zugängliche Fußball- und Basketball-Platz für Hobby-Sportler. Für die Instandhaltung der Anlage ist die Baudirektion zuständig, die auch Allsportzentrum und E_Cube betreut. Der Rasen wird von externen Spezialisten gepflegt, die Kosten dafür betragen jährlich 30.000 Euro.

Was erste Großevents auf der Anlage, die internationalen Wettkampf-Standards entspricht, betrifft, könnte sich bald etwas tun. Die Austragung der U16- und U20-Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Eisenstadt soll zeitnah fixiert werden.