Pause vorbei: Endlich Spielpraxis für Akademie-Kicker. In der Akademie wurde zuletzt wieder gekickt. Am Freitag und Samstag absolvierten die neuen U15-Akademie-Frischlinge ihre ersten Testspiele.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 01. August 2020 (03:23)
Doppelpack. Gabriel Macic (r.) sorgte mit zwei Treffern für die Wende im Spiel der AKA U15 gegen die U16 von Union Mauer. Am Ende siegte die Mannschaft von Cheftrainer Christoph Morgenbesser mit 4:2.
BVZ

Kaum zu glauben, aber wahr: Exakt 140 Tage war es her, dass sich ein burgenländischer Akademie-Kicker mit einem realen Gegner in einer anderen Dress matchte. Doppelpass, Laufduell und Zweikampf inklusive. Man schrieb den 7. März, als die drei AKA-Teams die erste Rückrunde der Saison 2019/20 bei den Altersgenossen von Austria Wien absolvierten.

Die Ausbeute war dürftig, lediglich die U16 holte beim 2:2 einen Punkt (Torschützen waren Justin Strodl und Niklas Lang). Die damalige U15 schlitterte in eine 1:6-Pleite, die U18 musste ein 1:5 verkraften.

Nun sind die Karten komplett neu gemischt. U15-Cheftrainer Christoph Morgenbesser teilte seinen Kader nach einem straffen, sechs Übungseinheiten bestehenden Programm binnen dreier Tage in zwei Gruppen. Um gleich voll gefordert zu sein, lud man zwei jahrgangsältere Teams aus Wien ein. Am Freitagabend setzte es eine deutliche 2:7-Klatsche gegen den SV Donau. „Wir haben uns in vielen Zweikämpfen zu lasch verhalten. Die Burschen müssen sich daran gewöhnen, gegen körperlich und biologisch reifere Gegner zu spielen. Das sind sie nicht gewohnt und das hat man auch gesehen“, erklärte Morgenbesser. „Fünf der Gegentore konnte man in die Kategorie Geschenke einstufen, wo individuelle Fehler eiskalt bestraft wurden.“

Besser lief es dann am Samstag. Gabriel Macic drehte den raschen 0:1-Rückstand gegen Union Mauer per Doppelpack um. Im zweiten Durchgang kombinierte man sehenswert weiter. Michael Preisinger und Moritz Luhn gelangen zwei weitere Tore. Morgenbesser grinste zufrieden: „Viele gelungene Aktionen, das gefällt mir.“

AKA-Boss Manuel Takacs unterstrich hingegen nochmals die Sinnhaftigkeit, gegen ältere Gegner zu testen: „Natürlich gab es noch Abstimmungsprobleme. Aber ich möchte, dass die Jungs voll gefordert sind.“ Gefordert ist Takacs bei der Nachbesetzung des Tormanntrainers (Thomas Mandl verließ die AKA, die BVZ berichtete). Angesichts der turbulenten SVM-Zeiten ist die Sache nicht so leicht. „Die Gespräche laufen noch“, so Takacs. Fix bleibt, trotz der ungewissen Situation, dass Tin Zeco, Timo Schmelzer, Tizian Marth, Elias Jandrisevits und Jürgen Lemmerer, die von der U18 aufgerückt waren, auch weiterhin bei den SVM-Amateuren trainieren (und spielen?) sollen.