Team-Ehren für gleich mehrere AKA-Kicker. Mit soliden Leistungen empfahlen sich insgesamt fünf AKA Burgenland-Kicker für das ÖFB-Nachwuchsnationalteam.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 14. Mai 2021 (02:12)
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Gleich drei Kicker aus der U15-Mannschaft von Trainer Christoph Morgenbesser schafften den Sprung ins ÖFB-Nationalteam.
Ivansich, Ivansich

Die starken Leistungen der burgenländischen Fußballakademie-Kicker haben sich schon längst herumgesprochen – auch bis zum ÖFB-Nationalteam. Am verlängerten Wochenende stehen drei Trainingslehrgänge an, gleich fünf Akteure sind fix dabei.

Hänsel brilliert mit Stellungsspiel

„Ins Rampenlicht gespielt hat sich in dieser Saison U15-Tormann Adrian Hänsel. Bis zur U14 hütete er für den SV Straßwalchen (Salzburg) den Kasten, ehe er den Sprung in die Akademie in Mattersburg wagte. Dort hat er sich in der U15 durchgesetzt, hat quasi ein Stammleiberl. Er hat wirklich gute Anlagen, ist stark mit dem Fuß und hat auf der Linie tolle Reflexe“, meint sein Cheftrainer, Christoph Morgenbesser. „Die noch fehlenden Zentimeter an Körpergröße gleicht er durch sein Stellungsspiel aus.“

Zwei Verteidiger aus der U15 schafften es ebenfalls, vom ÖFB eingeladen zu werden. Linksverteidiger Julian Psihoda ist beidbeinig, kann also flexibel eingesetzt werden. Rechtsverteidiger Moritz Fischer gilt als technisch solide. „Er ist unheimlich schnell, das zeichnet ihn besonders aus“, meint Morgenbesser, der sich freut, dass seine drei Schützlinge „einmal auch ÖFB-Luft schnuppern“ dürfen.

„Er ist unheimlich schnell, das zeichnet ihn besonders aus. Es ist sehr schön, wenn man ÖFB-Luft schnuppern kann." Trainer Christoph Morgenbesser über Moritz Fischer

Aus der U16 wurde Flügelflitzer Nico Frasz zum Lehrgang bestellt. Aufgrund seiner enormen Dynamik und Schnelligkeit ist der Youngster auch oft einer, der vom Gegner ordentlich was auf die Füße bekommt. So auch Anfang des Jahres. Seit mehreren Wochen ist er nun wieder fit und voll belastbar. Durch seine vier Volltreffer beim 5:1-Sieg gegen die Altersgenossen von Austria Wien hat er allerbeste Werbung in eigener Sache gemacht. Vor zwei Wochen jettete er übrigens kurz nach Hoffenheim, wo er ein Probetraining absolvierte.

„Noch ist es zu früh, um zu sagen: Der wird Profi im Ausland“, weiß Ivo Smudla, der auf eine jahrzehntelange Karriere als Trainer von talentierten Jugendlichen zurückblicken kann. „Die Frage bleibt immer: Wann ist der richtige Zeitpunkt?“

„Leopold hat enorm viel Spielintelligenz“

„Ebenfalls in Rot-Weiß-Rot präsentieren wird sich U18-Defensivkünstler Noah Leopold im U17-Team. „Er hat eine unheimliche Spielintelligenz, hat die Ruhe am Ball und ist technisch gut ausgebildet“, lobt Trainer Christoph Witamwas den Andauer. „Zudem ist er ein rarer Linksfuß. Er hat sicher das Potenzial für höhere Aufgaben.“ Auch der AKA-Trainerstab liefert einen Beitrag an den ÖFB: Patrick Glavanics begleitet die U17 als Sportwissenschafter.