Im Ostliga-Derby spielt das Abstiegsgespenst mit. Wenn am Freitag der NSC Parndorf empfängt, ist es nicht nur ein Derby. Diesmal ist es auch Abstiegskampf pur.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 22. März 2019 (04:05)
BVZ
Für Eric Auss (r.) und Parndorf steht in Neusiedl viel am Spiel. Das Ziel ist klar: Man will erstmals in dieser Saison einen Derbysieg.Ivansich

Neusiedl holte im Frühjahr einen Punkt, Parndorf keinen. Mit großem Selbstvertrauen ist aktuell also keines der beiden Teams bestückt, wenn am Freitag um 19 Uhr das dritte Derby in dieser Saison angepfiffen wird. Ein Blick auf die Tabelle bringt zusätzlich Brisanz. Aktuell würden vier Teams aus der Regionalliga absteigen (weil in der 2. Liga Horn und Amstetten einen Abstiegsplatz belegen).

Dementsprechend mittendrin: die beiden Teams aus dem Neusiedler Bezirk. Zwei Duelle der Lokalrivalen gab es bereits in dieser Saison, einmal in der Meisterschaft und einmal im BFV-Cup.

Der NSC reiste dabei jeweils mit einem Auswärtssieg aus dem Heidebodenstadion retour in die Bezirkshauptstadt. „Ganz klar: Unser Ziel ist der dritte Sieg gegen Parndorf in dieser Saison“, so Neusiedls Trainer Markus Karner, der aber jede Menge lobender Worte für den Kontrahenten findet: „Parndorf leistet seit Jahren eine hervorragende Arbeit auf professioneller oder semiprofessioneller Ebene, das muss man schon auch betonen.“

„Wir müssen uns voll fokussieren“

Parndorf leckt in dieser Woche übrigens noch die Wunden nach dem 3:4 gegen Bruck, wo man die erste Halbzeit klar beherrschte und bereits 2:0 führte. „Wir hätten aus den Spielen gegen Wiener Linien und Bruck vier Punkte machen müssen, dann hätte man deutlich entspannter ins Derby gehen können“, so Parndorfs Trainer Stefan Rapp, der auch anmerkt: „Das ist sicher auch eine mentale Sache bei einigen Spielern. Vielleicht ist man jetzt im Derby noch konzentrierter und fokussierter als sonst. Das wird ganz wichtig sein, um in Neusiedl etwas mitzunehmen. Dass die Mannschaft Fußball spielen kann, hat sie ja speziell 45 Minuten gegen Bruck demonstriert.“

Personell können beide Mannschaften beinahe aus dem Vollen schöpfen. Der SC Neusiedl wird auf Abwehrspieler Clinton Bangura, der gegen die Admira Juniors Rot sah, verzichten müssen. Dafür kommen die zuletzt gesperrten Markus Szegner und Marcel Oravec wieder in den Kader zurück. Bei Parndorf ist nur ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Roman Kummerer, der aber seit vergangener Woche wieder trainiert. Rapp: „Bei ihm sieht’s gut aus. Das dürfte sich ausgehen.“