Cup-Auslosung: Burgenland-Klubs hoffen auf Jackpot. Am Freitag wird Runde eins ausgelost. Unsere Amateurklubs spekulieren mit attraktiven Bundesliga-Gegnern.

Von Bernhard Fenz, Patrick Bauer und Martin Ivansich. Erstellt am 26. Juni 2019 (06:22)
Marousek
BFV-Cupsieger. Der SC Pinkafeld holte sich den Pott im Burgenland und hofft nun freilich auf ein schönes Los.

Das Studio 44 der Österreichischen Lotterien ist am Freitag um 20 Uhr (ORF Sport plus überträgt) Schauplatz der Auslosung der ersten Runde (19., 20., 21. Juli) im neuen UNIQA ÖFB-Cup. Das Spielchen ist gerade zu Beginn der Cupsaison immer gleich. Die Amateurklubs wünschen sich traditionell einen großen sportlichen Leckerbissen für ein gut besuchtes Heimspiel und ein sportliches Highlight, die Bundesligisten wollen möglichst weite Auswärtsfahrten und unangenehme Auftaktgegner umgehen. Das gilt auch für den SV Mattersburg, auch wenn Franz Ponweiser, Trainer und Sportlicher Leiter, klarstellt: „Wir nehmen es, wie es kommt und beschäftigen uns überhaupt nicht mit der Auslosung.“

Pinkafeld hätte im Fall des Falles Rapid-Doppel

Bei unseren Amateurteams ist die Vorfreude auf einen möglichen großen Gegner freilich bereits da. König Zufall könnte es aber auch zu spektakulär meinen, etwa im Fall des SC Pinkafeld. Dieser trifft nämlich im Rahmen eines Tests am 16. Juli auf Rapid. Würde der BFV-Cupsieger die Hütteldorfer ziehen, wäre das ein Doppel innerhalb von nur wenigen Tagen. Also sagt auch Alex Diridl, Sportlicher Leiter: „Wir wünschen uns natürlich einen Gegner, der viele Zuseher hat, was auf die vier großen Bundesligisten Salzburg, Rapid, Austria oder Sturm Graz zutreffen würde. Rapid muss es aufgrund unseres Tests aber nicht unbedingt sein. Super wäre auch ein Aufeinandertreffen mit Lafnitz, Hartberg oder dem GAK, wobei uns vor allem ein Heimspiel wichtig wäre. Da stehen die Chancen aber gut.“

Bei Ostliga-Aufsteiger Draßburg ist Präsident Christian Illedits noch nicht ganz sicher, was er sich nun tatsächlich wünschen soll: „Natürlich wäre ein Hammerlos, das viele Zuseher bringt, optimal. Noch besser ist ein schlagbarer Gegner, den man auch bezwingt und dann ein Hammerlos bekommt. Ich werde mir jedenfalls den Nervenkitzel der Auslosung vor Ort geben. Grundsätzlich nehmen wir natürlich jeden Gegner, wir sind schon froh dabei zu sein.“

Pammer hofft auf Spiel gegen Freund Kühbauer

Vorfreude herrscht auch schon bei den Neusiedlern. Lukas Stranz, Manager des NSC: „Natürlich gibt es das eine oder andere Wunschlos. Klar sind Gegner wie Rapid oder Austria, also Teams, von denen man profitieren kann. Da gibt es aber nur eine Handvoll davon. Prozentuell ist die Chance also gering. Sportlich kommt die Zielsetzung gerade im Cup auf den Gegner an. Dass man aber auch gegen Mannschaften aus höheren Ligen bestehen kann, wissen wir gut.“ Zur Erinnerung: Im Vorjahr setzte sich Neusiedl in Runde eins sensationell gegen den Bundesliga-Klub Admira mit 1:0 durch, ehe dann gegen Wacker Innsbruck eine Runde später Endstation war.

Für Norbert Pammer, Co-Trainer von Ostliga-Absteiger Parndorf (der das vierte Cup-Ticket des Landesverbands innehat) gibt es ein absolutes Wunschlos, wie er augenzwinkernd verrät: „Das wäre Rapid, dann könnten wir meinem Freund Didi Kühbauer ein „Haxl stellen.“