Podersdorf am See

Erstellt am 11. August 2018, 06:36

von BVZ Redaktion

Döller zum Austria Triathlon: „Es wird anspruchsvoll“. Von 31. August bis 2. September findet in Podersdorf der 31. Austria Triathlon statt. Organisator Daniel Döller gab im BVZ-Interview einen Ausblick zum Traditionsbewerb.

Gewohntes Bild. Auch heuer wird Organisator Daniel Döller (r.) wieder zahlreiche Athleten persönlich begrüßen.  |  Markus Kreiner - fairplayfoto.net

BVZ: In knapp vier Wochen steht der 31. Austria Triathlon in Podersdorf auf dem Programm. Mit welchen Vorsätzen geht man diesmal an die traditionsreichste Triathlonveranstaltung Österreichs heran?

Daniel Döller: Letztes Jahr war durch das 30er-Jubiläum ein sehr erfolgreiches, aber auch intensives Jahr. Dieses Jahr war das in der Vorbereitung aber nicht anders und ebenso intensiv, weil wir uns erneut hohe Ziele gesteckt haben. Dabei ist weiterhin der oberste Grundsatz, das Rennen sicher zu gestalten. Wir standen und stehen daher in sehr engem Austausch mit den Behörden und freuen uns, dass heuer ein Großteil der Radstrecke in Fahrtrichtung nur für das Rennen gesperrt ist. Außerdem werden wir heuer den Start über die Lang-Distanz und die Halb-Distanz staffeln, sodass es auch dadurch für die Athletinnen und Athleten zu weniger Staus kommen sollte und alle das Rennen noch mehr genießen können.

„Wir haben in Podersdorf eine der schnellsten Rad-Strecken der Welt“

BVZ: 2017 waren erstmals über 2.500 Athletinnen und Athleten am Start in Podersdorf. Wie viele werden es heuer sein?

Das können wir noch nicht final sagen, weil die Anmeldung noch ein paar Tage möglich ist. Aber wir sind sehr stolz und dankbar, dass die Veranstaltung wohl auch heuer ausgebucht sein wird.

BVZ: Was erwarten Sie sich aus sportlicher Sicht vom Austria Triathlon 2018?

Sehr spannende Rennverläufe auf einer gewöhnt sehr anspruchsvollen Strecke. Gerade die Schwimmstrecke im oft unterschätzten Neusiedler See und die Laufstrecke durch die so genannte „Hölle“ sind brutal schwer, dazu haben wir in Podersdorf eine der schnellsten Rad-Strecken der Welt. Das Highlight aus sportlicher Sicht ist natürlich, dass wir heuer zum wiederholten Mal über die Lang-Distanz die Staatsmeister bei Damen und Herren übermitteln dürfen. Dass uns also der Österreichische Triathlonverband erneut mit der Veranstaltung der Staatsmeisterschaft betraut hat, ist für uns schon eine große Auszeichnung und ein Zeichen der Wertschätzung, das wir als Auftrag und Ansporn sehen.

BVZ: Ein wichtiges Thema, das im Vorjahr im wahrsten Sinne des Wortes Wellen geschlagen hat, ist der Schwimmbewerb. Bei der Jubiläumsauflage wurde bedauerlicherweise auf der Schwimmstrecke nicht nur geschwommen, sondern wurde der Neusiedler See von vielen auch gehend bezwungen. Bevor wir auf die Auswirkungen für 2018 kommen, vielleicht die Frage, warum diese Situation bei der Jubiläumsauflage entstanden ist?

Der Neusiedler See ist der größte Steppensee Europas. Das ist er schon, seit wir 1988 den ersten Austria Triathlon veranstaltet haben. Auch kommt es nicht zum ersten Mal vor, dass nach einem besonders heißen Sommer, der Wasserstand sehr niedrig ist. Das Problem waren leider einige wenige, unfaire Athleten, die das Gehen dem Schwimmen vorgezogen haben. Dadurch kamen auch jene, die schwimmen wollten, in einen Stau und wie sich das auswirkt, kann man sich gut tagtäglich auf Autobahnen ansehen. Wie man es richtig und fair macht hat unser Weltrekordhalter Tiggertom (Anm. Paradeathlet Thomas Frühwirth) bewiesen. In Anbetracht seiner Lähmung hat er den kompletten Kurs schwimmend zurückgelegt, es ging also.“

„ich bin zuversichtlich, dass die AthletInnen den Mehraufwand schätzen werden“

BVZ: Im Nachgang auf diese Situation haben Sie in einem sehr klaren Statement bereits unmittelbar nach dem Rennen 2017 angekündigt, dass diesbezügliche Regelüberschreitungen 2018 rigoros bestraft werden sollen und ihr als Veranstalter auch sonst einige Vorkehrungen treffen werdet. Welche sind das?

Wie bereits erwähnt werden wir heuer den Start von Lang- und Halb-Distanz zeitlich trennen, um so das Gedränge zu reduzieren. Auch wenn es immer der Wunsch von Kurt war, am Massenstart wie in Hawaii festzuhalten, werden wir dies nun ändern und alleine dadurch schon die Situation entschärfen. Des Weiteren werden alle Athletinnen und Athleten beschriftete Badekappen erhalten. Das ist zwar ein riesiger Mehraufwand, ich bin aber zuversichtlich, dass die AthletInnen diesen Aufwand schätzen werden. Sollte doch jemand trotz Verwarnung das Bedürfnis haben letztendlich zu Gehen, dann werden wir definitiv auch Strafen, wo Geher dann auf der Laufstrecke eine zusätzliche Strecke zurückzulegen haben, aussprechen.

BVZ: Zum Abschluss noch die Frage: Was wünschen Sie sich für den Austria Triathlon 2018?

Gesunde Athletinnen und Athleten, glückliche Sportlerinnen und Sportler, faires Verhalten und darum machen wir es ja: jede Menge Freude an dem, was jeder einzelne an diesem Wochenende leistet. Fast. Hard. Legendary halt.

Alle Informationen zum Austria Triathlon finden Sie unter:

www.austria-triathlon.at