Weichenstellung beim BFV im Fokus

Wer könnte Gerhard Milletich als Präsident bis 2024 folgen? Anfang Oktober tagt der Vorstand.

Bernhard Fenz
Bernhard Fenz Erstellt am 25. September 2021 | 03:40

Am 17. Oktober wird Noch-BFV-Boss Gerhard Milletich bei der Ordentlichen ÖFB-Hauptversammlung in Velden zum Nachfolger von Leo Windtner an der Spitze des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) gekürt. Aufgrund des Wahlprozederes hat Burgenlands Fußball-Präsident die entscheidende Vorselektion im Wahlausschuss bereits hinter sich. Nach dem Sieg gegen seinen Konkurrenten Roland Schmid ist er der einzige offizielle Kandidat, der Rest ist Formsache.

Noch keine Formsache ist hingegen die Frage, wer Milletich im Burgenland als Landesverbandspräsident nachfolgen wird. Das Regulativ sieht laut Paragraph 20 der BFV-Satzungen vor, dass der Vorstand für die verbleibende Dauer bis März 2024 aus seinem Kreis die Nachfolge wählt, es sei denn, „dass vom Vorstand die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung zur Neuwahl des Präsidenten beschlossen wird“.

Anders formuliert: Einigt man sich im Vorstand nicht auf eine Person, dann braucht es das Prozedere einer außerordentlichen Hauptversammlung. Bei der dann nur das Präsidenten-Amt zur Wahl stehen würde, alle anderen Funktionen behalten freilich ihre Gültigkeit. Um noch vor Milletichs Abschied eine Stoßrichtung zu haben, soll am 2. Oktober im Rahmen einer Vorstandssitzung genau dieser Punkt, nämlich die Nachfolge von Gerhard Milletich, rot angestrichen auf der Agenda stehen. BFV-Geschäftsstellenleiter Karl Schmidt: „Es geht darum auszuloten, wie wir weiter vorgehen werden und wer aus dem Vorstandskreis Interesse hat, den Präsidenten für die verbleibende Periode bis 2024 zu beerben.“ Völlig emotionslos bewertet Schmidt übrigens das Prozedere an sich, denn: „Wir machen das genau so und sind ja auch daran gebunden, wie es in den Satzungen vorgesehen ist.“