Pinkafelder lassen gegen Celtic erst sehr spät Federn. Beim 1:6 gegen Celtic Glasgow zeigte die Pinkafelder Elf von Florian Hotwagner eine mehr als couragierte Leistung.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 26. Juni 2019 (21:17)
Patrick Bauer
Pinkafeld-Kapitän Dominik Luif (in blau) war vor der Pause mit den schottischen Gästen mehr als nur auf Augenhöhe. Foto: Patrick Bauer

Mit Spannung war am Mittwochabend das Testspiel zwischen dem 50-fachen schottischen Meister und dem Burgenlandligisten vom SC Pinkafeld erwartet worden. Die Hausherren, die aufgrund personeller Probleme – Christoph Saurer fehlte beruflich, David Hagenauer musste verletzungsbedingt passen – gar noch die beiden Unterschützen-Kicker Marco Helmig und Bernd Artwohl „ausborgten“, waren vor allem vor der Pause richtig stark unterwegs und gingen nach einem Abstauber von Michi Pahr in Führung.

„Ein geiles Gefühl war das“, schmunzelte der Defensiv-Allrounder beim Abgang, um anzufügen: „Vor der Pause hat man gesehen, dass wir auch gegen solche Mannschaften, zumindest phasenweise, mehr als nur mithalten können.“

Das stimmt, denn von den Schotten kam wenig. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit spielten die Gäste ihre technische Klasse aus und konnten auf 1:1 remisieren. „Damit hätten wir es auch belassen sollen“, sagte Pinkafeld-Goalie Andi Diridl scherzhaft und ergänzte: „Sie tauschten dann eine komplette Mannschaft, während wir noch nicht mal in der Vorbereitung sind.“

Schnell gingen die Schotten nach der Pause mit 2:1 und 3:1 in Führung, ehe es bis in die Schlussphase dauerte, bis der amtierende Meister einen Zahn zulegte und noch auf 1:6 erhöhte. Und dennoch war Trainer Florian Hotwagner mehr als nur zufrieden: „Das wir dann körperlich Federn lassen, ist nur normal, aber wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt und waren sogar offensiv präsent.“

Zustimmung, wobei die „Grün-Weißen-Wochen“ in Pinkafeld noch nicht vorbei sind, denn am 16. Juli kommt dann mit Rapid Wien noch der österreichische Rekordtitelträger. Treffend drückte es Michi Pahr aus: „Darauf freuen wir uns jetzt schon riesig.“