Denkpause nach Draßburgs vierter Pleite. Draßburgs Sorgenfalten werden größer. Vier von fünf Spielen gingen verloren — am Wochenende ist man spielfrei.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 27. September 2020 (01:12)
Der Unterschied: Jasmin Delic (l. gegen den Draßburger Klaus-Peter Puhr) machte mit seinem Doppelpack den 2:1-Sieg vom Team Wiener Linien perfekt und stürzte Draßburg damit in eine Krise.
Ivansich

Zum Nachdenken gibt es in Draßburg aktuell viel — nur einmal konnte man in den bisherigen fünf Runden anschreiben. Der 1:0-Sieg in Wiener Neustadt hätte eigentlich den „Turnaround“ bedeuten sollen. Dass aber Fußball kein Wunschkonzert ist, bekamen Kapitän Holger Knartz und Co. beim vergangenen Heimspiel gegen das Team Wiener Linien (1:2) schonungslos aufgezeigt.

„Die Niederlage geht nur auf unsere Kappe“

Attribute wie Spielwitz, Zielstrebigkeit und Kreativität, die man speziell daheim groß schreibt, waren praktisch nicht vorhanden. Dabei wäre der Gegner alles andere als unschlagbar gewesen: „Es war eigentlich eine Niederlage, die man voll und ganz auf die eigene Kappe nehmen muss“, so Trainer Franz Lederer, den vor allem ein wesentlicher Fakt bitter aufstieß: „Wenn der Gegner am eigenen Platz mehr will als wir selber, dann wird man schwer erfolgreich sein.“ Jetzt ist man am kommenden Wochenende spielfrei."

„In der Regionalliga funktioniert es nur dann, wenn jeder in jedem Spiel von der ersten bis zur letzten Minute alles raushaut.“ Franz Lederer, Trainer ASV Draßburg

Vielleicht ist das gar nicht schlecht für uns in der aktuellen Situation“, meint Lederer, der fortführt: „Wir werden uns intensiv damit beschäftigen, wie wir wieder zurück in die Spur kommen können. Der eine oder andere Spieler wird bei der 1b Praxis bekommen.“ Eines will der routinierte Trainer seiner Mannschaft aber weiter einimpfen: „In der Regionalliga funktioniert es nur dann, wenn jeder in jedem Spiel von der ersten bis zur letzten Minute alles raushaut.“

Ausreden lässt der Coach keine mehr zu

Und eines ist für Lederer ebenfalls ganz wichtig: „Wir dürfen keine Ausreden suchen, nicht beim Schiedsrichter oder sonst jemandem. Wir müssen uns auf unser Spiel konzentrieren.“ Nach dem spielfreien kommenden Wochenende, geht es für Draßburg mit einem Heimspiel gegen den FC Marchfeld weiter. Danach hat man mit den Admira Juniors (auswärts), Bruck (daheim) und der Wiener Viktoria (auswärts) ein Programm mit Teams auf Augenhöhe .