Draßburgs Kornholz: „Heiß drauf, am Feld zu stehen“. Seit März hat Draßburgs Fabian Kornholz kein Spiel mehr bestritten. Im Frühjahr soll seine Leidenszeit enden.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 08. Dezember 2019 (06:22)
Comeback naht. Fabian Kornholz wird im Frühjahr nach seiner Kreuzbandverletzung wieder zur Mannschaft zurückkehren.
Ivansich

Während die Saison 2018/19 für den ASV Draßburg die erfolgreichste der Vereinsgeschichte war, musste ein Draßburg-Kicker, der drauf und dran war sich so richtig in der Startelf zu etablieren , in der entscheidenden Phase dann zusehen. Just in der Zeit, wo sich Fabian Kornholz seinen Stammplatz im Draßburger Mittelfeld erarbeitete, musste der 21-Jährige seinen bislang bittersten Moment seiner Karriere einstecken.

Am 29. März war für Kornholz beim Spiel gegen Bad Sauerbrunn schon nach elf Minuten Schluss. Ein Schnalzer im Knie ließ sofort Böses erahnen — Kreuzbandriss. Die Folge: Operation, Reha, eben ein langer Weg zurück. Und dieser scheint sich nun immer mehr dem Ende zu nähern.

„Ich bin auf einem guten Weg, werde jetzt noch an der Ausdauer arbeiten und will dann am 8. Jänner beim Trainingsauftakt wieder bei der Mannschaft sein“, so Kornholz, der auf seine Regionalliga Ost-Premiere brennt: „Klar ist man heiß auf Fußballspielen, wenn man so lange nur Zuschauer war.“

Der Kapitän könnte den ASV verlassen

Überstürzen will der Mittelfeldmann aber nichts: „Natürlich werde ich zu Beginn noch nicht intensiv im Training in Zweikämpfe gehen – und ob ich jetzt beim ersten Spiel im Frühjahr dabei bin oder nicht, steht auch nicht im Vordergrund. Wichtig ist, dass ich bei 100 Prozent bin und dem komme ich von Tag zu Tag näher.“ Das Ostliga-Debüt steht also im Frühjahr am Plan, offen ist eben noch wann.

Auch Obmann Ernst Wild freut sich, dass es für den ASV-Kicker wieder bergauf geht: „Weil er in der Burgenlandliga schon richtig gut gespielt hat und für uns ja eine zusätzliche Option ist.“

Weitere Optionen wird es in Draßburg definitiv geben, wie ASV-Präsident Christian Illedits berichtet: „Wir führen Gespräche, da ist aber noch alles offen.“ Einen definitiven Abschluss gibt es also beim Aufsteiger noch nicht. Dafür allerdings einen Abgang. Sanel Soljankic wird den Klub verlassen und die Ära einer echten Vereinsikone bahnt sich an. Kapitän Elmir Hrusanbegovic, der knapp zehn Jahre bei den Draßburgern war, denkt aktuell über einen Vereinswechsel nach.