NSC-Keeper Kraus wieder fit: „Zusehen war zach“. Neusiedl-Goalie Martin Kraus wird im Frühjahr nach seiner Verletzungspause wieder im Tor des NSC stehen.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 09. Dezember 2019 (06:09)
Der Ruhepol. Martin Kraus strahlte in den ersten Runden dieser Saison richtig viel Sicherheit aus. In Runde neun verletzte sich der Goalie schwer, konnte bis zur Winterpause nicht mehr spielen. Jetzt ist Kraus wieder voll fit und fiebert dem Fußball-Frühjahr entgegen.
Ivansich

Es war der neunte Spieltag, als für Neusiedls Tormann Martin Kraus die Hinrunde vorzeitig endete. Ausgerechnet im Derby gegen Bruck verletzte sich der 26-Jährige schwer an der Schulter. Das Spiel, das die Neusiedler 4:1 gewannen, war für Kraus nach 78 Minuten vorbei. Der Sieg wurde danach zur Nebensache.

Die Diagnose war niederschmetternd: Schultereckgelenksprengung. Operation, mindestens drei Monate bis hin zu einem halben Jahr Pause — so lauteten die ersten Prognosen für die Folgen der Rettungsaktion, die Kraus tätigte. Bei einem hohen Ball klärte der in Hochform agierende Schlussmann rechtzeitig, wurde aber von seinem Gegenspieler noch erwischt und per Überschlag derart unglücklich auf den Boden bugsiert, sodass sich diese schwere Verletzung ergab.

Fokussiert und richtig schnell wieder topfit

„Klar war es ein Schock, den es einmal zu verdauen galt“, so Kraus, den speziell das Zusehen danach wurmte: „Vor allem in den Spielen gegen Ende der Hinrunde, wo es nicht so gut lief. Da tut es dann besonders weh, wenn man nicht helfen kann. Das war richtig zach.“

Dementsprechend motiviert zeigt sich der Niederösterreicher im Dienste des NSC, was sein Comeback betrifft. „Reha und der Fokus auf schnelle Rückkehr hatten für mich Priorität“, meinte der Torhüter, der auch die Ernährung umstellte: „Kein Weizen und keine Milch, Alkohol sowieso nicht.“ Mit einem Spezialisten wurde das bis ins Detail vollzogen und trug letztendlich Früchte.

Kraus ist seit vergangenen Montag, wo die letzte Physiotherapie-Einheit stattfand, wieder voll fit — und das acht Wochen nach der Verletzung. Deutlich früher als anfangs prognostiziert. Seinen ersten Einsatz zwischen den Stangen kann er kaum erwarten: „Natürlich bin ich froh, wenn ich wieder auf dem Feld bin. Dafür habe ich hart gearbeitet.“

Und ein Vorhaben hat der Keeper auch für das Frühjahr parat: „Wir waren nach neun Runden auf Platz fünf, sind dann ein wenig hinter unsere eigenen Erwartungen zurückgefallen. Ziel ist es wieder dort hinzukommen, wo wir schon in dieser Saison waren.“