Weinbauer bei EM: Vorführungen sollen „schön aussehen“. Die Sieggrabenerin Belinda Weinbauer ist zum zweiten Mal dabei. Mit Pferd Fustanella will sie „nur“ ihre Leistung abrufen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 15. August 2019 (06:05)
BVZ
Belinda Weinbauer

Heute Donnerstag werden die Koffer gepackt. Für Belinda Weinbauer geht es in der Nacht dann Richtung Rotterdam. Dort wird die Sieggrabener Amazone Österreich bei der EM vertreten. Für das rot-weiß-rote Dressurteam steht in erster Linie das Team-Ticket für Olympia im Fokus. „Es braucht natürlich viel Glück. Es wird sehr schwer“, ist sich die 43-Jährige bewusst, dass es die erste Quali seit Athen 2004 wäre. Aus einer Gruppe von neun Nationen qualifizieren sich die Top Drei.

Doch unter Druck setzen bringt nichts, gerade in einer so feinfühligen Disziplin wie der Dressur. Ein Konzept, dass vor zwei Jahren bei der EM in Göteborg toll aufging. Weinbauer belegte damals auf Söhnlein Brilliant den 17. Rang, war auch in der Kür mit dabei. „Oft ist das erste Mal am leichtesten, weil man da ganz unbedarft reingeht“, erklärt Weinbauer: „doch eigentlich ist es diesmal nicht viel anders, wir hätten uns gar nicht erwartet, dass wir so weit kommen.“

Denn während Weinbauer zu ihrer zweiten EM fährt, ist Stute Fustanella, 13 Jahre alt, eine EM-Debütantin. Mit ihren bisherigen Leistungen zeigte Fustanella EM-Reife, immerhin galt es durch die Qualimühle zu reiten.

Insgesamt acht Paare traten an, das burgenländische Duo holte neben Victoria Max-Theurer, Astrid Neumayer und Florian Bacher eines der vier Tickets. „Ich habe das Pferd ja schon sehr lange, aber es war die erste internationale Saison mit ihr. Es war nicht zu erwarten, dass das so aufgeht“, strahlt Weinbauer. Größe Töne seien im Vorfeld der EM dennoch nicht angebracht. Die Vorführungen im Viereck sollen „optisch ein schönes Bild machen und etwas sein, wo man gerne hinschaut“, lacht Weinbauer.