Grabowski: Japan soll Geschmack auf Südkorea machen. Lena Grabowski trainiert nach der Junioren-EM in Russland aktuell in Japan – für die nun anstehende WM in Südkorea.

Von Philipp Frank. Erstellt am 10. Juli 2019 (02:25)
Böhm-Ritter
Vorbereitung in Japan. Lena Grabowski trainiert derzeit in Osaka, um in weiterer Folge nach Südkorea zur WM zu fliegen. Dran ist die Parndorferin über 200 Meter Rücken erst am 26. Juli. Noch ist also Zeit.

Die Junioren-Europameisterschaften in Kasan sind Geschichte. Mit der erst 16-jährigen Parndorferin Lena Grabowski von der Schwimmunion Neusiedl am See (SUNS) war auch eine Schwimmerin aus dem Burgenland in Russland bei drei Bewerben am Start.

Über 200 Meter Rücken verpasste sie die Bronzemedaille nur hauchdünn. Mit einer Zeit von 2:11,99 Minuten schlug Grabowski auf dem undankbaren vierten Platz an. Mit einem sehr ambitionierten Rennen lag Lena bis 150 Meter deutlich an der Spitze, musste aber auf den letzten 25 Metern ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Am Schluss fehlte nur eine Zehntelsekunde auf Platz drei und die Bronzemedaille. Über die 50 Meter Rücken verpasste Grabowski das Semifinale.

zVg/ÖSV
Die erst 16-jährige Parndorferin Lena Grabowski zeigte in Kasan (Russland) über 200 und 100 Meter Rücken wieder einmal ihre Klasse.

Am letzten Tag der Europameisterschaften griff die Parndorferin noch einmal über die 100 Meter Rücken nach einer Medaille. Mit Platz sechs wurde das Ziel aber verpasst. Grabowski erreichte eine Zeit von 1:02,32 Minuten. Auf die Siegerin Daria Vaskina aus Russland (1:00,17 Minuten) fehlten ihr dann doch 2,15 Sekunden. Dennoch ist die SUNS-Athletin nicht unzufrieden. „Ich darf mich nicht beschweren, bin nur knapp über den Bestzeiten gelegen. Natürlich ist es bitter, dass es über 200 Meter so knapp war, ich kann es aber nicht ändern. Es hätte auch viel schlimmer kommen können.“

Fokus liegt wieder auf einer neuen Bestzeit

Am Montag ging es für Lena Grabowski dann weiter nach Japan, wo sie sich auf die Weltmeisterschaften vorbereitet. In Gwangju finden von 21. bis 28. Juli 2019 die 18. FINA Schwimm-Weltmeisterschaften statt. Zunächst flog der ÖSV-Kader wegen der siebenstündigen Zeitdifferenz und der belastenden Zeitumstellung bereits am Sonntag jeweils eine Woche vor Beginn der WM nach Osaka (Japan) zu einem mehrtägigen Trainingslager, das gemeinsam mit dem tschechischen Team durchgeführt wird.

Grabowski reiste am Montag nach. Vom Trainingslager geht es dann via südkoreanische Hauptstadt Seoul nach Gwangju. Dort wird die 16-Jährige über die 200-Meter-Rücken-Distanz am Start sein. Grabowski kommt allerdings erst in der zweiten WM-Woche zum Zug.

„Ich bin erst am sechsten Wettkampftag dran, bis dahin werde ich mich noch gezielt vorbereiten. Der Fokus liegt klar wieder auf einer neuen Bestzeit“, so die Parndorferin, die am 26. Juli um 8 Uhr das erste Mal ins WM-Becken steigen wird.