SSL Gold Cup: Potenzial zum Flaggschiff

Im kommenden Jahr soll der erste SSL Gold Cup über die Bühne gehen und zu einem der anspruchsvollsten Segel-Events überhaupt werden.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 01:51
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Gemeinsam an einem Strang: Das österreichische Boot zeigte sich am Neuenburger See in der Schweiz großteils in toller Verfassung – mit an Bord beim Testevent für den SSL Gold Cup waren ingesamt vier Burgenländer. 
Foto: Martina Orsini

Die zwei weiteren rot-goldenen Seglel-Cracks an Bord waren Barbara Matz sowie Thomas Czajka. Und die zeigten sich im Nachbarland gemeinsam mit fünf weiteren Seglern (insgesamt besteht ein Team aus neun Sportlern) in einer großteils bestechenden Form. In der Gruppe mit Schweden, Spanien und Serbien glänzte das heimische Boot, holte vier Siege in sieben Wettfahrten und qualifizierte sich damit locker für das Finale, in dem die zwei Bestplatzierten der beiden Vierergruppen um den Gesamtsieg segelten.

Anders als bei den Olympischen Disziplinen sind die Vorrunden-Siege allerdings nichts mehr wert, beginnt der Kampf ums Stockerl in der finalen Wettfahrt wieder bei Null. Und dabei erwischten die Österreicher nicht die beste Wettfahrt, mussten sich am Ende mit Rang vier begnügen. Das Resümee von Zajac: „Wir hatten einen schlechten Start, weil wir uns kurz vor dem Beginn noch mit einem schwierigen Manöver verkalkuliert hatten.

Dann konnten wir uns wieder auf einen Podiumsplatz zurückkämpfen, ehe ein taktischer Fehler schlussendlich nur Rang vier einbrachte.“ Großartig ärgerte man sich aber nicht über das verpasste Stockerl, vielmehr überwog die Freude über in Summe starke Leistungen und die Vorfreude auf das große Event im kommenden Jahr: „Alle waren überrascht, wie gut wir – bei kaum Kontakt und Training mit diesem Boot – alles im Griff hatten. Ich bin sehr stolz auf mein Team.

Jeder hat seine volle Energie in dieses Projekt gesteckt und wir haben uns einen Namen gemacht“, sagte Zajac. Und so richtig zählt es ja erst 2022, wenn im Mai der SSL Gold Cup seine Premiere feiern soll. Aktuell haben bereits 56 Nationen zugesagt – mehr schon als nur ein Indiz in Richtung neues Segelevent-Flaggschiff.