Devise von Dujmovits: „Step by Step“. Die Olympiasiegerin von 2014 will es wieder wissen und spricht über ihre Vorhaben: Olympia 2022 schwingt natürlich mit.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 05. Dezember 2020 (01:13)
Durchstarterin. Julia Dujmovits kehrte nach ihrem Rücktritt im Jahr 2018 nun wieder zurück auf die Snowboard-Bühne. Der erste Schritt ist der Weltcup, in weiterer Folge peilt die 33-Jährige den Parallel-Bewerb bei den Olympischen Winterspielen in Peking 2022 an.
FIS/Miha Matavz

2018 beendete die Sulzerin Julia Dujmovits ihre Karriere nach den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Im September 2020 kehrte die 33-Jährige überraschend auf die Snowboardbühne zurück und feierte ein Comeback. Die BVZ sprach mit ihr über die Schwierigkeiten im Trainingsalltag und ihre Ziele für 2022.

BVZ: Wie verläuft derzeit die Trainingsphase in der Covid-19-Krise und dem Lockdown?

Julia Dujmovits: Das Training läuft sehr gut. Lockdown bedeutet für mich: atmen. Natürlich bin ich noch dabei, mein Setup abzustimmen und herauszufinden, wie es auf die verschiedensten Bedingungen reagiert. Die Vorbereitung ist sehr kurz für mich, alle Bedingungen werde ich wohl nicht abchecken können, bis der Weltcup startet.

Demnach können Sie als Spitzensportlerin voll aktiv sein?

Julia Dujmovits.
FIS/Miha Matavz

Dujmovits: Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, uns auf die kommende Saison vorzubereiten. Sehr kurzfristige Planungen, wöchentliche Corona-Tests und die Einhaltung der allgemeinen Bestimmungen gehören zur Tagesordnung.

Die Weltcup-Rennen in Bad Gastein, die für 12. und 13. Jänner angesetzt waren, wurden abgesagt. Wann rechnen Sie mit einem Start im Weltcup?

Dujmovits: Der Österreichische Verband sucht aktuell nach einer Ersatzoption für die abgesagten Rennen – und idealerweise im gleichen Zeitraum. Es ist eine Herausforderung und braucht Zeit, aber es gibt Möglichkeiten. Wenn alles gut läuft, bin ich beim Weltcupstart am 12. Dezember in Cortina dabei.

2022 steigen die Olympischen Winterspiele in Peking. Was ist dabei für Sie drin?

Dujmovits: Mein Ziel und Wunsch ist es, bei Olympia das abzurufen, was ich kann. Es liegt noch eine ganze Saison dazwischen und daher kann ich noch nicht sagen, wie sich alles entwickeln wird. Davor gibt es auch noch eine Olympia-Qualifikation. Mein Ansatz ist also Step bei Step.