Sebastian Jud: „Olympische Spiele sind das große Ziel“. Der 22-jährige Mühlgrabener wurde in den A-Kader des ÖSV aufgenommen. Die Chancen auf eine Teilnahme 2022 steigen.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 17. April 2019 (06:16)
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Starke Saison. Sebastian Jud landete in der Europacup-Gesamtwertung hinter seinem Kollegen Jakob Dusek auf Rang zwei. In der kommenden Saison genießt er A-Kader-Status und darf somit alle Weltcups bestreiten.  Fotos: Jud

Auf diese Saison kann Sebastian Jud mit einem Lächeln im Gesicht zurückblicken. Der Südburgenländer stand bei 22 Rennen siebenmal im Finale der Top-Vier, schaffte es dabei am Ende sechsmal aufs Podium und absolvierte von September 2018 bis Anfang April 2019 100 Schneetage.

A-Kader-Status: Jud darf alle Weltcups bestreiten

Dementsprechend zufrieden hört sich auch Juds Resümee an, der lediglich nicht immer mit dem Material zufrieden war. Dazu kamen im Dezember Schmerzen im Leistenbereich.

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Starke Saison. Sebastian Jud landete in der Europacup-Gesamtwertung hinter seinem Kollegen Jakob Dusek auf Rang zwei. In der kommenden Saison genießt er A-Kader-Status und darf somit alle Weltcups bestreiten.  Fotos: Jud

Die Gesamtwertung im Europacup beendete er trotzdem hinter seinem Teamkollegen Jakob Dusek (4200 Punkte) auf Rang zwei (2765), dahinter komplettierte David Pickl (2160) das rot-weiß-rote Trio am Podium.

Die Belohnung für Sebastian Jud: Aufgrund der guten Leistungen bekam er vom Österreichischen Skiverband den A-Kader-Status (diesen behält er zumindest bis zur Saison 2020/2021) verliehen, der ihn in naher Zukunft dazu berechtigt alle Weltcuprennen zu bestreiten.

Sponsorensuche nun auf der Hauptbühne

Europacup-Events wird Sebastian Jud vor allem nur noch als Vorbereitung auf die großen Rennen nutzen. Durch die Weltcupbühne könnte sich auch die Sponsorensuche („Ich bin einer der wenigen Spitzensportler, der sich um alles selbst kümmert“) künftig einfacher gestalten. Das wäre in Juds Sinn – zuletzt war es schwer, Geldgeber für den doch aufwendigen Sport zu finden.

Wichtig für sein Gesamtpaket ist aber auch der Vertrag mit dem Österreichischen Bundesheer. Seit Sommer 2016 gehört Jud dem Heeressport-Team an, der aktuelle Kontakt läuft bis Ende 2019 – und der jüngste Aufstieg in den A-Kader ist ein gutes Argument für eine Verlängerung. „Natürlich wäre es von Vorteil, wenn ich auch in der nächsten Saison einen Vertrag bekomme.“

„Nach der Saison ist vor der Saison, ich beginne daher schon in den nächsten Tagen mit Materialtests.“Ein motivierter Sebastian Jud über seinen sportlichen Blick in die nähere Zukunft

Denn sportlich hat der Mühlgrabener einen klaren Fokus: „Die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 in China ist das große Ziel. Mit dem Bundesheer im Hintergrund wäre es doch ein wenig einfacher, dieses Vorhaben auch zu realisieren.“

Aktuell wird Jud nach der zehntägigen Osterpause Ende April durchstarten. „Nach der Saison ist vor der Saison, ich beginne mit Materialtests für die neue Saison.“ Und auch an der Kondition wird schon gearbeitet.

Das Schneetraining beginnt dann im August, der erste Weltcup steigt Anfang Dezember.