Öffnungsankündigung positiv, Sportpaket wesentlich. Anfang März hat Sportminister Werner Kogler Maßnahmen für ein Comeback des Sports nach der Corona-Krise angekündigt. In dieser Woche hat die Bundesregierung Ähnliches in Bezug zum zum Wiederaufbau der Wirtschaft verkündet. Dementsprechend zuversichtlich zeigt sich Sport Austria, dass das gemeinsam mit dem organisierten Sport geschnürte #comebackstronger-Paket "nun wirklich bald in die Umsetzung gelangen wird".

Von Redaktion BVZ.at. Erstellt am 17. April 2021 (13:03)
Sport Austria-Präsident Hans Niessl begrüßt die Öffnungsankündigung, spricht sich aber für schnellere Schritte bei der Umsetzung des Sport-Maßnahmenpakets aus.
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 "Die notwendige Basis für ein Comeback ist aber natürlich die verantwortungsvolle Öffnung des kompletten Vereinssports", betont Sport Austria-Präsident Hans Niessl und begrüßt deshalb auch die bei der freitägigen Regierungs-Pressekonferenz angekündigte Öffnungsperspektive für den Mai.

Beim besagten #comebackstronger-Paket haben das Sportministerium, Sport Austria sowie deren Dach - und Fachverbände gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Finanzen, Wirtschaft, Bildung und Gesundheit 57 Maßnahmenvorschläge erarbeitet. Anschließend wurden Themen für den Wiederaufbau und die Stärkung des österreichischen Sports während beziehungsweise nach Bewältigung der Pandemie priorisiert.

Folgende Maßnahmen seien bereits in Umsetzung beziehungsweise gelangen demnächst in Umsetzung: Die Verlängerung des NPO-Unterstützungsfonds für gemeinnützige Vereine, die Verlängerung des Sportligenfonds, die Verlängerung der Möglichkeit für Vereine, die Pauschale Aufwandsentschädigung für Aktive und BetreuerInnen weiterhin auszuzahlen, die Ausweitung der Budgetmittel für Kinder gesund bewegen (zusätzlich 600.000 Euro), die Ausweitung des Programms Bewegt im Park (26 % mehr Bewegungseinheiten) sowie die Mitgliedergewinnung bzw. -rückgewinnung durch den "Sportscheck" (9 Millionen).

#comebackstronger-Maßnahmen-Paket: "Schritte müssen schneller gesetzt werden"

Bei anderen wichtigen Punkten - wie bei der überfälligen Valorisierung (Inflationsanpassung) sowie der Erhöhung der Bundessportfördermittel, bei steuerlichen Erleichterungen oder der Anhebung der Pauschalen Aufwandsentschädigung - sei der Sportminister aber noch gefordert. "Deshalb erwartet Sport Austria, dass durch die Regierungsankündigung eines Wiederaufbau-Programms der Wirtschaft nun auch die bereits ausgearbeiteten Maßnahmen zum Wiederaufbau des Sports rasch umgesetzt werden und sich diese im Comeback-Programm der Regierung wiederfinden."

Niessl: „2020 konnten wir mit Sportminister Werner Kogler ein finanzielles Hilfspakt für unsere 15.000 Sportvereine ausverhandeln. 5.700 Vereinen wurden aus diesem NPO-Unterstützungsfonds bislang 70 Millionen Euro (!) bereitgestellt. Damit das gesamte #comebackstronger-Maßnahmen-Paket eine ähnliche Erfolgsstory wird, müssen den guten Gesprächen aber nun bald konkrete Taten folgen. Da müssen die Schritte schneller gesetzt werden.“

Der wichtigste Punkt für ein gelungenes Sport-Comeback sei aber „die rasche, verantwortungsvolle Öffnung des kompletten Vereinssports“, wie der Sport Austria-Präsident abschließend klarstellt: „Der Sport hat schon in der Praxis gezeigt, dass seine Präventionskonzepte funktionieren. Da die Regierung heute Öffnungsschritte in Aussicht gestellt hat, hoffen wir nun, dass wir tatsächlich bis Ende nächster Woche eine konkrete Perspektive erhalten, denn auch Sportvereine können natürlich nicht auf Knopfdruck hochgefahren werden: Jeder unnötige Zeitverlust beim Hochfahren des Vereinssports vergrößert nicht zuletzt die gesundheitlichen Kollateralschäden des Stillstands!“