Spitzensport ja, aber nicht alles

Sport darf outdoor alleine sowie in stark eingeschränkter Zahl ausgeübt werden. Spitzensport bleibt weiter möglich, es gibt aber Ausnahmen. So sind im Fußball diesmal LAZ und BAZ nicht dabei.

Erstellt am 25. November 2021 | 03:21
440_0008_8238780_bvz47fenz_bfv_geschlossen4sp.jpg
Leider nein. Der Spitzennachwuchs des Fußballverbands – LAZ und BAZ – darf nicht trainieren.
Foto: Fenz

Seit Montag befindet sich Österreich zum mittlerweile vierten Mal in einem – vorerst auf 20 Tage angelegten – Lockdown. Massiv betroffen ist neuerlich der Sport. Nicht zuletzt deshalb zeigte sich Sport Austria-Präsident Hans Niessl vor allem über das generelle Zusperren des Breitensports enttäuscht: „Man hat aus Fehlern, insbesondere in der Kommunikation, leider nicht gelernt. Schon durch die letzten Maßnahmen hat der organisierte Sport – und damit der Gesundheitsmotor des Landes – in dramatischem Ausmaß Mitglieder verloren. Dass nun wieder die Notbremse gezogen werden muss, wird uns bei der Rückgewinnung dieser Menschen zurückwerfen. Ein Umstand, der sich nach der Corona-Krise leider in erhöhten Kosten für das österreichische Gesundheitssystem niederschlagen wird.“ Nach wie vor sei klar, dass „der Sport nicht zu den Treibern des Infektionsgeschehens gehört - zuletzt waren nur 0,3 Prozent auf ihn zurückzuführen.“

Zumindest die Zusage finanzieller Unterstützung durch den Sportligenfonds für Profiligen mit weiteren 30 Millionen Euro sowie durch den NPO-Fonds bis inklusive erstes Quartal 2022 mit weiteren 125 Millionen Euro sei in diesem Zusammenhang ein Erfolg. Niessl: „Ich bedanke mich für die rasche Zusage dieser Finanzhilfen. Wir werden unsere 15.000 Sportvereine nach dieser Gesundheitskrise mehr denn je benötigen.“

Ein grober Überblick über die Maßnahmen.

Was ist erlaubt? Outdoorsportarten, bei denen der Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Sportausübung zählt dabei als Grund, sein Haus zu verlassen („physische und psychische Erholung“). Laufen, Wandern & Co. sind mit Menschen aus dem eigenen Haushalt, Familienangehörigen und engen Bezugspersonen gestattet. Möglich sind beispielsweise auch Golfen, Eislaufen oder Bogenschießen. Erlaubt sind auch kontaktlose Formen von Kontaktsportarten, also etwa Pass- oder Schusstraining im Fußball – freilich unter den gegebenen eingeschränkten Vorgaben der Personenanzahl. Skifahren ist gestattet, in der Liftkabine ist eine FFP2-Maske zu tragen, ein 2G-Nachweis ist erforderlich.

Was geht nicht? Indoor ist für die de facto Breite nichts möglich. Auch Fitnesscenter haben geschlossen. Mannschafts- und Kontaktsportarten sind nicht gestattet.

Was gilt für den Spitzensport? Dieser darf weiterhin stattfinden, etwa in diversen Bundesligen – hier ist freilich nicht nur der Fußball gemeint, auch zahlreiche andere Sportarten fallen in diesen Spitzensportbereich. Zuschauer sind allerdings nicht erlaubt.

Speziell im Nachwuchs gibt jedoch nicht jeder Verband auch tatsächlich alle Altersklassen frei. Im Fußball etwa lässt der ÖFB den Akademie-Betrieb (ab U15) normal weiterlaufen, im Vergleich zum letzten Lockdown sind allerdings Trainings der Nachwuchs-Talenteförderungsschiene der unter 14-Jährigen - konkret die Einheiten des LAZ (Landesverbandsausbildungszentren) und der Bezirksauswahlen (BAZ) – diesmal nicht vorgesehen.