Noch ein offenes Thema bei Niessls vier Punkten. Diese ist für Sport Austria-Boss Hans Niessl punkto Abschneiden mitentscheidend.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Juni 2021 (01:18)
Hans Niessl und der Fußball. Wenn es um die schönste Nebensache der Welt geht, kommt der Sport Austria-Präsident so richtig in Schwung. Für die EURO erhofft sich der Bald-Jubilar – er feiert am Samstag seinen 70. Geburtstag – einen erfolgreichen Verlauf. Dafür müssten aber gewisse Parameter stimmen, so der Alt-Landeshauptmann.
Millendorfer

Vier offene Fragen hatte Burgenlands Alt-Landeshauptmann Hans Niessl vor der am Sonntag für Österreich startenden Europameisterschaft, angesprochen auf seine Erwartungshaltung. Drei davon sind mittlerweile geklärt.

1. Wer ist die Nummer eins im Tor? Watford-Legionär Daniel Bachmann wird Österreichs Gehäuse hüten. „Wir brauchen einen stabilen Tormann. Bachmann hat sich hier als guter Rückhalt beweisen können. Das ist wahnsinnig wichtig, um erfolgreich in ein derartiges Turnier zu gehen. Der Sturm gewinnt Spiele und die Abwehr übersteht die Vorrunde.“

2. Welche Position spielt David Alaba? Niessl: „Wenn es so bleibt, könnte er im defensiven Mittelfeld als Sechser aufgeboten werden. Ich sehe Alaba hier sehr stark, ebenso wie links hinten oder in der zentralen Abwehr. Von daher glaube ich, dass eine gute Ausgangslage besteht. Bei der EURO 2016 hat er nicht die Position gespielt, auf der er glänzen konnte – vorsichtig ausgedrückt.“

3. Wie ist die Rolle von Marko Arnautovic?

Dabei zielt der Sport Austria-Präsident auf den körperlichen Zustand des Offensivmannes ab. „Hier muss der Teamchef klären, wann er ihn am besten einsetzt. Arnautovic hat nach seiner Einwechslung gegen die Slowakei jedenfalls gezeigt, dass er die Mannschaft entscheidend beleben kann – auch wenn kein Tor gelungen ist.“

4. Welches System wird gespielt? Diese vierte von Niessl ins Rennen geworfenen Fragen ist aktuell noch offen – und hat einen entscheidenden Wert, wie er klarstellt. „Da sind acht Spieler im Nationalteam dabei, die die Red-Bull-Ausbildung genossen haben – und das heißt extremes Pressing. Das muss ich zulassen. Wenn ich glaube, ich muss jetzt mein eigenes System kreieren, dann werde ich acht Spieler nicht umpolen können. Das spielt alles zusammen,“ hofft der gebürtige Frauenkirchener und Wahl-Eisenstädter auf einen guten Matchplan von Teamchef Franco Foda im taktischen Bereich. Dann könne man auch relativ weit kommen, glaubt Niessl. Nun aber geht es einmal gegen Nordmazedonien. „Ich tippe auf einen 2:0-Sieg.“