3:0 als deutliches SVM-Signal. Nach der 1:2-Auftaktniederlage bei Altach hat Mattersburg im zweiten Spiel der Qualifikationsgruppe Klarheit geschaffen. Die Mannschaft von Trainer Klaus Schmidt setzte sich gegen Aufsteiger Hartberg letztlich völlig verdient mit 3:0 durch und darf sich nun im Rahmen der Sechsergruppe nach oben orientieren. Kommenden Samstag folgt als Belohnung das Duell der beiden Spitzenreiter Rapid und Mattersburg in Wien-Hütteldorf.

Von Bernhard Fenz. Update am 06. April 2019 (19:51)

MATTERSBURG – HARTBERG 3:0. Viel war es nicht, was die Zuschauer in der ersten Halbzeit zu sehen bekamen. Doch dass die sportliche Magerkost nach 45 Minuten mit einem 0:0 endete, war auch der mangelnden Chancenauswertung der Gastgeber geschuldet. Denn Mattersburg hatte sehr wohl gute Gelegenheiten, um in Führung zu gehen. Erst brachte Lukas Rath einen verlängerten Freistoß per Kopf aus kurzer Distanz nicht im Tor unter (21.), ehe 13 Minuten später Hartberg-Goalie Rene Swete einen Kopfball von Marko Kvasina nach einem Freistoß parieren konnte.

Abermals war es dann Rath, der den Nachschuss neben das Tor setzte. Es waren zweifelsohne die bis dahin größten Gelegenheiten der  Partie, der Rest waren auf beiden Seiten Halbchancen, die entweder im Ansatz versandeten oder deren Abschluss dann doch  zu klar ein Tor verpasste.

Super-Kombination zur Führung, Doppelschlag und Entscheidung

Auch nach der Pause war beiden Teams das Bemühen nicht abzusprechen, die zählbaren Momente blieben jedoch aus.

Vorerst.

Denn dann kamen sie, die magischen grün-weißen Momente des Spiels.

65. Minute: Christoph Halper nutzte den freien Raum und brachte Andi Gruber mit einem Traumpass ins Spiel, der legte klug quer und Martin Pusic sagte danke – 1:0.

70. Minute: Eckball Mattersburg, Marko Kvasina flog am Ball vorbei, Swete ließ sich verwirren und den Ball passieren – Pusic sagte abermals danke – 2:0.

77. Minute: So schnell kann es im Fußball gehen: Kopfballvorlage Kvasina, der eingewechselte Andi Kuen spielte auf Gruber weiter – der übernahm mit links und schob den Ball wunderbar an Swete vorbei zum 3:0.

Schon nach dem zweiten Tor war in dieser Partie der Deckel drauf, Tor Nummer drei war in Wahrheit nur noch Draufgabe. Zu sehr hatte Mattersburg dem Gegner mit den Treffern sportlich an diesem Tag die Grenzen aufgezeigt. Die Steirer konnten sich nicht mehr aufbäumen und mussten so die letztlich klare Niederlage zur Kenntnis nehmen. Bezeichnend: In der Nachspielzeit erhielten die Gäste noch einen Foulelfer zugesprochen, Rajko Rep setzte den Ball aber an die Latte.

STATISTIK

MATTERSBURG - HARTBERG 3:0 (0:0).- Torfolge: 1:0 (65.) Pusic, 2:0 (70.) Pusic, 3:0 (77.) Gruber.

Gelb: Rath (82., Foul); Kainz (20., Foul), Sittsam (42., Foul).

SR: Grobelnik.- Pappelstadion, 2.000.

Mattersburg: Kuster; Fran, Mahrer, Ortiz, Rath; Jano, Salomon (32. Ertlthaler); Halper (70. Kuen), Kvasina, Gruber; Pusic (82. Grgic).

Hartberg: Swete; Kainz (70. Sanogo), Huber, Siegl, Ilic; Cancola, Sittsam (82. Camara); Kröpfl (75. Skenderovic), Rep, Flecher; Tadic.

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STIMMEN

Doppeltorschütze Martin Pusic: „In der ersten Halbzeit ist uns nichts gelungen, dafür nach der Pause umso mehr.“

Andi Gruber, Torschütze zum 3:0: „Erste Halbzeit ist es uns nicht gelungen, das umzusetzen, was wir trainiert haben unter der Woche und uns vorgenommen haben. Nach der Pause haben wir dann den Schalter umlegen können, uns Chancen erspielt und diese auch genutzt.“

Christoph Halper: „Es war das erwartet schwere Spiel, wo wir zunächst nur langsam in die Gänge gekommen sind. Nach der Pause ist uns dann vieles aufgegangen und wir haben uns letztendlich verdient durchgesetzt. Es war uns eine richtungsweisende Partie in Hinblick auf das Play-Off. Wir wollten ein vorentscheidendes Spiel gegen Rapid, das haben wir jetzt einmal erreicht.“

Mattersburg-Trainer Klaus Schmidt: „Es war die erwartet schwere Partie. Wir wussten, dass wir auf einen unangenehmen Gegner treffen. Es hat eines Dosenöffners bedurft, zudem ist das zweite Tor auch sehr rasch nach der Führung gefallen. Dann sind wir ins Rollen gekommen.“

Hartberg-Trainer Markus Schopp: „Eine bittere Niederlage, auch in der Höhe. Über weite Teile hatten wir das Geschehen unter Kontrolle, uns fehlt derzeit aber auch die Entschlossenheit und die Leichtigkeit in der letzten Zone.“