Aufbäumen kam zu spät – SVM 1:2 bei Rapid. Auch wenn es vom Ergebnis her überhaupt nicht deutlich aussieht: Der SV Mattersburg musste sich im Allianz-Stadion einer vor allem nach der Pause sehr spielfreudigen Rapid-Mannschaft letztlich verdient mit 1:2 geschlagen geben.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 13. April 2019 (19:06)

Das war zu wenig aus Sicht der Gäste, um aus Hütteldorf etwas Zählbares mitnehmen zu können. Auch wenn es ganz zum Schluss nochmal eng wurde.

TABELLE DER QUALIFIKATIONSGRUPPE

RAPID – MATTERSBURG 2:1.

Torhüter Markus Kuster musste diesmal aufgrund von Oberschenkelproblemen passen, statt ihm feierte Tino Casali sein SVM-Debüt in der Bundesliga. Die Burgenländer präsentierten sich beim Spitzenspiel der Qualifikationsgruppe an sich als kompakter und gut organisierter Gegner, der es den Rapidlern so schwer wie möglich machen wollte. Das gelang allerdings nur vor der Pause gut.

Die Mannschaft von Didi Kühbauer fand hier zwar Chancen vor, zwingende Gelegenheiten waren aber an einer Hand abzählbar. Nach einer SVM-Unaufmerksamkeit wurde Aliou Badji mit einem Ball in die Tiefe bedient, sein Lupfer ging zwar über Casali, wurde aber noch von Thorsten Mahrer weggeschlagen.

Später schnappte sich dann Thomas Murg nach einem Missverständnis des hinten aushelfenden Marco Kvasina und seinen Mitspielern die Kugel, schloss aber aus spitzem Winkel nicht ab, sondern verzog. Es waren die beiden gefährlichsten Aktionen der Wiener. Auf Seiten des SVM landete gleich zu Beginn ein Klärungsversuch von Rapid-Tormann Richard Strebinger am Oberschenkel von Andi Gruber, der aber nicht mehr draus machen konnte. Ein Schuss von Rene Renner ans Außennetz war auch noch dabei, einmal ließ Martin Pusic potenzielle Gefahr liegen, vorwiegend war das Team von Trainer Klaus Schmidt aber mit der Arbeit gegen den Ball beschäftigt.

Aktivere – und  schließlich auch effektive - Rapidler

Nach Wiederbeginn drückten die Gastgeber dann von Beginn weg noch mehr auf die Tube und kamen auch gleich zu guten Chancen. Erst verzog Christoph Knasmüllner einen Kopfball nach Flanke von Murg, dann schloss Letzterer eine 4:2-Überzahl nicht konsequent genug ab, ehe es erstmals im SVM-Kasten klingelte. 53. Minute: Stangler Murg, Cesar Ortiz konnte auch im Rutschen nicht mehr eingreifen und Knasmüllner schob den Ball zum 1:0 ins Netz. Kurz davor reklamierten die Gäste noch Elfer, als Julius Ertlthaler im Strafraum zu Boden gegangen war, Referee Christian Petru-Ciochirca aber weiterspielen ließ.

Und Rapid ließ auch nach der Führung nicht locker und kam nach einem von Casali gut abgewehrten Badji-Kopfball auch schon in der 60. Minute zum 2:0. Diesmal brachte Knasmüllner Murg ins Spiel, der das Runde an Casali vorbeischob.

Es war die Vorentscheidung einer Partie, bei der sich bis zur 90. Minute nicht mehr allzuviel tat. Weil dann aber der eingewechselte Alois Höller nach einem Eckball aus einem Gestocher heraus noch das 2:1 glückte, wurde es in der fünfminütigen Nachspielzeit (in der dann auch Verteidiger Nedeljko Malic, er wurde in der 71. Minute eingewechselt,  als dritte Spitze fungierte) klarerweise aufgrund der Mattersburger Ausgleichsbemühungen noch einmal hektisch. Die ganz große Gelegenheit zum 2:2 blieb aber aus, unterm Strich ging die SVM-Niederlage in Ordnung.