Festspiel-Chancen auf niederösterreichisch für den SVM. Nach St. Pölten gastiert mit Admira das zweite NÖ-Team innerhalb einer Woche beim SVM. Am Plan: Sieg Nummer zwei.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 27. Juni 2020 (02:34)
Emotionale Momente. Martin Pusic nach seinem Elfmetertor zum 2:0 gegen St. Pölten. Am Dienstag netzte er in Altach per Kopf zum 1:1. Diesen Samstag soll im Pappelstadion erneut gejubelt werden. Dann ist mit der Admira der zweite NÖ-Vertreter zu Gast.
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„Eine Riesenlast fällt von den Schultern.“ „Wir wollten nicht zaubern, es war ein Kampfsieg.“ „Ein schmutziges Spiel, aber wichtig ist das Ergebnis.“ „Genau das Kämpferische können wir jetzt mitnehmen.“ Was die Herren Markus Kuster, Alois Höller, Martin Pusic und Andi Gruber nach dem 2:0-Heimerfolg gegen St. Pölten von sich gaben, belegt: In der Qualifikationsgruppe geht es vorwiegend um das sportliche Überleben. Dieses zu sichern ist oberste Prämisse. Da kann es schon helfen, wenn ein ausgefuchster Stürmer wie Martin Pusic im Strafraum relativ leicht zu Boden geht und den verhängten Elfmeter dann souverän zum 2:0 verwertet. Da ist es aber andererseits auch höchst erfrischend, wenn allem Kampf und taktischem Korsett zum Trotz ein Genieblitz den Sieg einleitet. Denn die gehobene Außenrist-Vorlage von Andi Kuen auf Andi Gruber samt dessen Heber zur 1:0-Führung war einfach nur vom Allerfeinsten.

Gefühlvoller Joker gegen die Admira

Kuens Verständnis für geniale und kreative Passvorlagen könnte auch am Samstag den Ausschlag geben, wenn um 17 Uhr der zweite Bundesligist aus Niederösterreich innerhalb einer Woche zu Gast im Pappelstadion ist. Der 25-jährige Tiroler erhielt am Dienstag in Altach eine Pause, um nun wieder voll bei Kräften zu sein. Aber nicht nur sein Gefühl (und natürlich die Abschlussstärke von Andi Gruber) gehen gegen die Südstädter als Joker durch. Auch der psychische Vorteil könnte auf Seiten der Burgenländer liegen.

Die haben beim 2:0 gegen den SKN St. Pölten endlich wieder – zum ersten Mal seit dem 2:1 am 28. Juli gegen Hartberg – daheim gewonnen und kommen so fürs Erste nicht mehr in die Verlegenheit, sich selbst mit dieser Unserie konfrontiert sehen zu müssen. Auch die Bilanz gegen die Admira ist in der aktuellen Saison positiv. Zwei Siegen in der Südstadt (3:1 im Grunddurchgang, 2:0 zuletzt am 6. Juni in der Qualigruppe) steht eine 1:2-Heimniederlage gegenüber. Zeit wäre es ja, hier wieder einmal im Pappelstadion voll zu punkten. Der letzte Sieg datiert vom 3. März 2018 (3:2), damals noch in der Zehnerliga, als ein gewisser Smail Prevljak alle drei Treffer beisteuerte. Danach reichte es in der Saison 18/19 nur noch zu zwei Remis (2:2, 1:1).

„Wir können sie abschütteln“

Und dann wäre da ja noch die Chance, einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt zu gehen. Trainer Franz Ponweiser: „Der Punkt in Altach war Goldes wert. Wir können die Admira bei einem Sieg sieben Zähler hinter uns lassen. Wenn man bedenkt, wie eng alles beisammen liegt, wäre das eine tolle Sache.“ Die Basis für die Ausgangslage wurde also in den letzten beiden Spielen gegen St. Pölten (2:0) und in Altach (1:1) gelegt. Vom Momentum her hat der SVM somit klar die Nase vorne.