Kompakte Defensive als Trumpf – 0:0. Zum zweiten Mal in dieser Saison kassierte Mattersburg kein Gegentor. Nach dem 2:0-Sieg am 29. September in Altach reichte es diesmal beim SKN St. Pölten zu einem torlosen Unentschieden. Somit hat der SVM nach sechs Pleiten in Folge endlich wieder einmal gepunktet.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 30. November 2019 (19:04)

Die Gäste aus dem Burgenland gingen nach der 1:4-Heimniederlage gegen den WAC in der NV Arena mit einer veränderten Mannschaft ins Rennen. Statt Raffael Behounek, Christoph Halper, Stephan Schimandl und Marko Kvasina rückten Nedeljko Malic, Andi Kuen, Patrick Bürger und der wiedergenesene Martin Pusic in die Startformation. Sie alle sollten mithelfen, nach sechs Niederlagen in Serie endlich wieder anzuschreiben. Dafür, das war Cheftrainer Franz Ponweiser im Vorfeld schon klar, musste auch das eine oder andere Schäuflein Beton angerührt werden. Und der SVM ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass man primär die zuletzt immer wiederkehrenden individuellen Fehler vermeiden wolle. Möglichst kompromisslos wurde da gegen eine optisch überlegene, aber ideenlose St. Pöltener Mannschaft verteidigt. Der Haken an der Sache: offensive Nadelstiche, wie sich das Grün-Weiß ganz sicher vorgenommen hatte, blieben weitgehend aus.

Lediglich einmal, konkret in der 41. Minute, sorgten die Burgenländer für Gefahr, als Andi Kuen über links durchkam, auch an SKN-Goalie Christoph Riegler im Zuge dessen Ausflugs vorbeiging, den Ball dann aber nicht gefährlich genug zur Mitte bringen konnte.

St. Pölten wiederum hatte zwei gute Aktionen auf der offensiven Haben-Seite. Einmal scheiterte Daniel Luxbacher in Minute 28 mit einem Flachschuss an Mattersburg-Schlussmann Markus Kuster, unmittelbar vor Kuens Chance bewahrte Kuster den SVM mit einem guten Reflex nach einem abgefälschten Kopfball von SKN-Stürmer Pak im Spiel.

Mehr Gelegenheiten in Halbzeit zwei

Nach dem Wechsel trauten sich die Gäste dann mehr zu und kamen dadurch offensiver auch etwas besser zur Geltung. Eine gute Kombination über mehrere Stationen schloss Kuen mit einem Schuss weit über die Latte ab (55.). Sechs Minuten später überraschte Patrick Salomon Riegler beinahe mit einem Flankenschuss, ehe Kuen in der 65. Minute im Strafraum zum Abschluss kam, sein Schuss wurde aber abgeblockt. Auf der Gegenseite blieb Kuster Sieger im Duell mit Pak, Referee Alexander Harkam hatte dann aber ohnehin auf Foul des Nordkoreaners entschieden.

Letztlich tat sich dann nichts mehr, auch wenn der SKN St. Pölten im Finish noch einmal drückte und sich Mattersburg zurückzog, sprich augenscheinlich mit einem Remis begnügte. Die Wölfe aus Niederösterreich fanden aber am heutigen Tag nicht die optimalen Lösungen, auch weil die SVM-Profis kompakt blieben.

Weiter geht es für den SV Mattersburg nun am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen die Admira.

STATISTIK

SKN ST. PÖLTEN - MATTERSBURG 0:0.

Gelb: Muhamedbegovic (12., Foul), Luxbacher (42., Foul), Ljubicic (72., Foul), Ingolitsch (78., Foul); Erhardt (6., Foul), Kuen (67., Foul), Mahrer (76., Foul).

SR: Harkam.- NV-Arena, 2.226.

SKN St. Pölten: Riegler; Luan, Drescher, Muhamedbegovic; Ingolitsch, Hofbauer (54. Ljubicic), Luxbacher (90. Messerer), Ambichl, Davis; Balic, Pak (83. Gartler).

Mattersburg: Kuster; Salomon, Mahrer, Malic, Rath, Lercher; Erhardt, Jano, Kuen; Pusic, Bürger (70. Kvasina).

 STIMMEN

 St. Pölten-Trainer Alexander Schmidt: „Das war heute kein spielerischer Leckerbissen, aber ein leistungsgerechtes Unentschieden. Man hat dann schon gemerkt, dass beide Mannschaften einen Lucky Punch gegen sich vermeiden wollten. Von daher nehme ich lieber den Punkt mit.“

Mattersburg-Trainer Franz Ponweiser:  „Wir wollten Kompaktheit an den Tag legen und haben jetzt wieder einen Punkt geholt. Natürlich war es kein Offensivfeuerwerk, aber wir waren im Spiel gegen den Ball konsequent und haben uns auch bei den Standards – bis auf eine Ausnahme – stabil gezeigt. Deshalb war es für uns auch ein absolut positiver später Nachmittag.“

Hier geht's zur Tabelle der Tipico Bundesliga.