Mattersburg

Erstellt am 16. September 2018, 16:26

von Bernhard Fenz

Mattes Spiel, bitteres Ergebnis: Keine Punkte für SVM. Das Debüt von Trainer Klaus Schmidt im heimischen Pappelstadion ist misslungen. Mattersburg musste sich dem LASK unterm Strich verdient 1:3 geschlagen geben und kommt somit auch nicht von den unteren Regionen der Tabelle weg.

 Zwei Wochen hatte der Neo-Coach nach seinem Amtsamtritt vor dem Auswärtsspiel bei der Austria während der Länderspielpause Zeit, um seine neue Mannschaft noch intensiver kennenzulernen. Heraus kam beim ersten Heimspiel allerdings nicht das, was man sich vorgenommen hatte. Schließlich wollte Schmidt mit seinen Profis den ersten Dreipunkter seit dem Saision-Auftaktsieg in Altach (damals noch unter Ex-Trainer Gerald Baumgartner) holen. 

Der SVM wirkte gegen den LASK zwar von Beginn weg bemüht, ohne allerdings im Abschluss durch Kaltschnäuzigkeit zu glänzen. Denn die Chance auf die Führung hatten die Burgenländer sehr wohl, etwa als Andi Gruber Michael Perlak bediente, der aber in LASK-Schlussmann Alexander Schlager beim versuchten Heber seinen Meister fand. Ein abgefälschter Schuss von Flo Hart, ein Kopfball von Philipp Erhardt nach Freistoß von Jano, kurzum die eine oder andere Gelegenheit war da. Fakt ist, dass aber nichts Zählbares herauskam. Die Linzer zeigten hingegen vor, wie das geht: 28. Minute: Thomas Goiginger bediente Joao Victor, der fackelte nicht lange und schob den Ball an Markus Kuster vorbei.

Apropos Goiginger: Die Nummer 27 der Oberösterreicher war der beste Mann am Platz und annähernd bei jeder gefährlichen Aktion dabei. So sorgte er im Zuge eines kraftvollen Antritts mit einem gefühlvollen Flankenheber über Kuster nach der Pause dafür, dass Yusuf Otubanjo den Ball nur noch zum 0:2 über die Linie bugsieren musste.

Zählbares für den SVM war nur noch Ergebniskosmetik

Zu diesem Zeitpunkt konnte man die Burgenländer nach dem Halbzeitrückstand eigentlich bereits stürmisch erwarten, so richtig in die Gänge kam Grün-Weiß aber über 90 Minuten nicht. Kurz vor dem 0:2 zögerte Michi Lercher zu lange, einmal ging Neuzugang Martin Pusic (er wurde zur Pause eingewechselt) im Strafraum zu Boden – Referee Rene Eisner gab aber keinen Elfer. 

Erst zum Schluss, als der LASK auch noch das 0:3 erzielte (davor verhinderte bereits die Stange einen Treffer) und die Partie entschieden war, kam Mattersburg noch zu greifbaren Offensivaktionen. In Minute 84 folgten erst ein Pusic-Kopfball und danach ein abgewehrter Renner-Schuss, ehe in der 88. Minute Pusic einen Handselfer verwertete. Das alles muss aber ob des Spielverlaufs in die Kategorie Ergebnis-Kosmetik gereiht werden. 

Weiter geht es für den SVM nun am kommenden Samstag auswärts bei Sturm Graz.    

 

Fußball-Bundesliga, 7. Runde: 

Mattersburg - LASK  1:3 (0:1). 
Mattersburg, Pappel-Stadion, 1.900, SR Eisner.

Tore: 0:1 (28.) Joao Victor 0:2 (57.) Otubanjo 0:3 (74.) Joao Victor 1:3 (88.) Pusic (Handelfmeter) 

Mattersburg: Kuster - Höller, Mahrer, Malic (59. Rath), Erhardt, Lercher - Salomon (31. Hart), Perlak (46. Pusic), Jano - Gruber, Renner
LASK: A. Schlager - Wiesinger, Ramsebner, Trauner - Ranftl, Holland, Michorl (93. Pogatetz), Ullmann - Goiginger (80. Frieser), Otubanjo, Joao Victor (86. Jamnig)
Gelbe Karten: Renner bzw. Wiesinger, Holland

STIMMEN ZUM SPIEL

SVM-Trainer Klaus Schmidt: „Der LASK war die reifere Mannschaft. Wir waren nicht am Punkt gut, wie etwa vor zwei Wochen lange Zeit bei der Austria. Auch wenn es mir wehtut: Heute war es ein bisschen mehr verdient.“

LASK-Trainer Oliver Glasner: „Mir hat es sehr gut gefallen, wie wir unsere Überzahlsituationen ausgespielt haben. Das war heute ein sehr guter Auftritt. Wir haben sehr wenig zugelassen.“