Sandro Schendl: Ein Mischendorfer Talent für Sturm. Der Mischendorfer Sandro Schendl (16) ist seit 2014 bei Sturm Graz – und erhielt nun einen Jungprofivertrag.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 12. April 2019 (05:12)
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Sportchef Günter Kreissl (r.) und Individualcoach Günther Neukirchner überreichten Sandro Schendl seinen ersten Profivertrag.

Den Namen Sandro Schendl darf man sich jetzt schon merken. Der 16-Jährige hat seinen Traum vom Fußballprofi fest im Visier. Seine ersten Fußballschuhe zerriss der aktuelle U16-Teamspieler für seinen Heimatverein Mischendorf. Danach ging es über die Station SV Güssing nach Graz zu Sturm. Dort hat Schendl vor Kurzem einen Jungprofivertrag unterschrieben.

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Schendl glänzte zuletzt in Kroatien für das U16-Team.

Gleichzeitig ist dies auch der erste Lohn für vieles, auf das verzichtet werden musste. Einige Jahre pendelte der Mischendorfer von seiner Heimatgemeinde nach Graz. Und das bis zu fünf Mal pro Woche — auf Trainingseinheiten oder Spiele. Zahlreiche Stunden wurden während der Fahrten fürs Lernen verwendet. Aktuell muss man nicht mehr so oft Autofahren, Schendl geht in Graz ins Internat.

Dabei hätte es auch durchaus anders kommen können. Klubs aus Deutschland, England oder Holland waren am Talent dran. Letztlich fiel die Wahl für den bodenständigen Südburgenländer auf Sturm Graz. „Sandro ist einer jener Spieler, der auch bei anderen Vereinen begehrt war. Darum freut es uns, dass er sich zum SK Sturm bekennt und unseren Ausbildungsweg weiter geht“, so Günter Kreissl, Sturms Geschäftsführer Sport. Dort hat der universell einsetzbare Offensivmann, der sich auf der rechten Außenbahn am wohlsten fühlt, seine Ziele klar abgesteckt. Schritt für Schritt soll es in Richtung Profis gehen.

Bei Sturm spielt Schendl im U18-Team, obwohl er noch für die U16 spielberechtigt ist. Ein fixer Bestandteil (18 Einsätze) ist er im U16-Nationalteam, das am Wochenende bei einem internationalen Turnier in Kroatien den Sieg holte. Schendl — einer der drei Teamkapitäne — glänzte mit zahlreichen Offensivaktionen, drei Assists und einem Treffer bei den Spielen gegen Bolivien (8:0), Kroatien (1:1, Sieg im Elferschießen) und Island (4:1).

Logisch, dass man da als junger Spieler auch zu träumen beginnt: „Irgendwann einmal wäre der Schritt ins Ausland natürlich etwas Tolles“, so der Youngster. Und wenn er es sich aussuchen dürfte, dann natürlich zu einem seiner Lieblingsklubs – Liverpool oder Barcelona. Zuerst will der harte Arbeiter aber genau so konsequent und diszipliniert weitermachen wie bisher: „Und dann wird man sehen, wo der Weg hinführt.“ Die Richtung des jungen Kickers stimmt jedenfalls.