Mattersburg

Erstellt am 08. August 2018, 06:17

von Martin Ivansich

Später Dämpfer als Mattersburger Antrieb für Hartberg. Nur Sekunden fehlten Mattersburg auf ein Remis gegen Salzburg. In Hartberg will der SVM wieder anschreiben.

Marko Kvasina (l., gegen den Salzburger Marin Pongracic) hatte die beste Chance der Mattersburger im Heimspiel gegen den Meister. Sein Schuss ging allerdings nur an die Latte.  |  Martin Ivansich

„Gegen Salzburg kann man entweder gewinnen oder lernen“, so SVM-Trainer Gerald Baumgartner zum Spiel gegen den Meister und fügt hinzu: „Leider ist es Zweiteres geworden.“ Und das denkbar knapp.

93 Minuten hielt das taktische Konzept der Burgenländer. „Wir haben sehr diszipliniert gespielt und vieles gut umgesetzt“, meint Baumgartner. Am Ende klappte es aber nicht mit einem Unentschieden, weil Andre Ramalho in der Nachspielzeit außerhalb des Strafraums abzog und via Innenstange das 1:0 für die Gäste erzielte. Das Glück fehlte der Baumgartner-Elf bei ihrer besten Szene vor dem Seitenwechsel. Wenige Minuten vor dem Pausenpfiff krachte eine Direktabnahme von Marko Kvasina von der Latte ins Aus.

Letztendlich war der Sieg für die Salzburger aber nicht unverdient, weil die Gäste nach dem Seitenwechsel die deutlich tonangebende Mannschaft war. Baumgartner: „Trotzdem ist es ärgerlich, so spät noch das Tor zu bekommen.“ Salzburg legte sogar noch nach, gewann am Ende mit 2:0. Natürlich hätte der SVM gegen Salzburg gerne Zählbares mitgenommen, das will man nun in den kommenden beiden Runden tun.

„Jetzt kommen Gegner auf Augenhöhe“

Auswärts hat der SVM gleich in Runde eins bewiesen, dass man offensiv stark auftreten kann. Das 3:2 in Altach ist noch gut in Erinnerung. Einen ähnlichen Auftritt plant Mattersburg nun beim Aufsteiger Hartberg: „Leicht wird es keineswegs, aber es ist ein Gegner auf Augenhöhe so wie auch in der nächsten Woche dann daheim der WAC“, erwartet Baumgartner eine knappe Angelegenheit in der Steiermark. „Man sieht ja auch, dass die sogenannten Top-Teams wie Rapid oder Austria Punkte liegenlassen. Es geht aktuell sehr eng zur Sache in der Bundesliga.“

Nach Hartberg fährt man laut Baumgartner jedenfalls, um so viel wie möglich mitzunehmen. Personell könnte sich für den Coach sogar eine weitere Optionen auftun. Flo Hart kehrt diese Woche zurück ins Mannschaftstraining, ein Einsatz am Wochenende ist aber noch fraglich. Genau so wie jener von Cesar Ortiz, der gegen Salzburg nach 20 Minuten angeschlagen ausgewechselt werden musste. „Es ist aber nicht so schlimm, er wird auch diese Woche wieder trainieren können“, gab Baumgartner Entwarnung.

Für Mattersburg jedenfalls stehen zwei richtungsweisende Spiele gegen Hartberg und den WAC an, wo man wichtige Punkte im Kampf um das Ziel, Platz sechs — sprich das Meister Play off — sammeln kann.