SV Mattersburg: Punkte, was sonst?. Mattersburg hat nach dem Fehlstart in der Qualifikationsgruppe nun Hartberg vor der Brust. Das Ziel ist klar.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 04. April 2019 (02:42)
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Die Tradition der Pflichtspiel-Duelle zwischen dem SV Mattersburg und Hartberg im Fußball-Oberhaus ist sehr überschaubar. Klar, spielen die Steirer doch aktuell ihre erste Bundesliga-Saison. Und doch zählt der Aufsteiger bislang statistisch nicht zu den grün-weißen Lieblingsgegnern. 2:4 in Hartberg und 1:2 daheim lautet die bislang so dürftige Bilanz. Der eine oder andere Punkt mehr hätte bei der Teilung der Zwölferliga bereits für die Meistergruppe gereicht, aber diese Rechnung ist nun ohnehin müßig.

Viel wichtiger ist, dass es nun nach der Teilung der Liga in der Qualifikationsgruppe gegen das Team von Markus Schopp klappt. Ein Dreier am Samstag – und die derzeit zweitplatzierte Mannschaft von Trainer Klaus Schmidt könnte im so engen Feld ein deutliches Signal in Richtung Spitze setzen, weg vom Blick Richtung Tabellenkeller.

Nicht mitwirken können übrigens Philipp Erhardt und Rene Renner, die beide zum Auftakt in das neue Format beim 1:2 in Altach ihre fünfte Gelbe Karte kassierten und nun zuschauen müssen. Dafür hat Andi Gruber seine Gelbsperre abgesessen und steht Schmidt zur Verfügung.

„Werden da nicht noch was reinschütten“

Für den Chefcoach gilt in der heißen Finalphase der Liga nun, ja nicht zu viel Druck aufzubauen oder gar die Mannschaft zusätzlich „aufzuzuckern“. Denn: „Das würde doch keinen Sinn machen, wenn wir da noch was reinschütten würden. Wichtig ist, die Sache nun so ruhig und professionell wie möglich anzugehen. Es folgen noch neun Runden in knapp zwei Monaten, das ist ein Zeitraum auf höchster Spannung.“

Was die verletzten/angeschlagenen Spieler betrifft, so wird Florian Hart noch ausfallen. Alois Höller trainiert wieder mit, war aber lange außer Gefecht. Michi Perlak kann aufgrund eines Nervenproblems im Rücken nicht mittun. Nedeljko Malic, ebenfalls länger verletzt, saß am Samstag in Altach zwar auf der Bank, war aber laut Schmidt aufgrund eines Innenverteidiger-Mangels nur für den Notfall dabei. Ergo wird sich für Hartberg – bis auf die Gelb-Rochaden – personell nur wenig ändern.

Kusters fünfjähriges Jubiläum als Einser

Goalie Markus Kuster, bei der BVZ-Sportlerwahl zuletzt als Gesamtsieger ausgezeichnet (siehe Sonderstrecke ab Seite 41), feiert übrigens ein Jubiläum. Vor fünf Jahren, am 4. April 2014, wurde er unter dem damaligen Chefcoach Ivo Vastic in der Ersten Liga beim Heimspiel gegen Altach (1:1) erstmals von Beginn weg in das Tor des SVM beordert. Seitdem ist der nunmehr 25-Jährige die Nummer eins und stand bis auf eine sechs Spiele dauernde Verletzungspause, eine Vier-Spiele-Sperre nach einem Ausschluss gegen die Austria sowie einer Pause von einem Cup-Spiel permanent im Tor. In Zahlen bedeutet das (Erste Liga, ÖFB-Cup, Bundesliga) seit dem Debüt im April 2014 182 Pflichtspiele, am Samstag steht somit das 183. Match am Plan.