SV Mattersburg: Spiel im neuen Modus. Das fünfwöchige Liga-Paket mit zehn Partien wird beim SVM als Turnier bestritten – zumindest in der Herangehensweise.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 22. Mai 2020 (06:06)
Volle Konzentration von Beginn weg. Die Spieler des SV Mattersburg stehen kurz vor dem Start in eine aufregende und außergewöhnliche Restsaison.
BVZ

Wenn am 2. Juni die Bundesliga nach der Teilung mit den Spielen der Qualifikationsgruppe fortgesetzt wird (tags darauf steigt auch die Meistergruppe ein), geht es Schlag auf Schlag. Fünf Wochen lang sind die Aktiven mit einen Dienstag-Samstag-Spielrhythmus konfrontiert.

Das ist nicht nur körperlich höchst belastend, sondern auch eine mentale Herausforderung. Stichwort Vielzahl der Matches, Stichwort Geisterspiele vor leerer Kulisse, Stichwort knallharte Ausgangslage im Abstiegskampf, da alle sechs Mannschaften der Qualifikationsgruppe innerhalb von nur vier Punkten ins Rennen gehen.

„Es wird eine brutale mentale Belastung“

„Wichtig wird sein, rasch den Schalter umzulegen und dann über 90 Minuten lang die Spannung halten zu können – auch wenn wir im Training ohnehin auf Geisterspielniveau arbeiten“, sagt Mattersburg-Trainer Franz Ponweiser, der mit seiner Mannschaft das geballte Liga-Paket wie folgt beschreibt: „Wir werden versuchen, die Sache in einer Art Turnier-Modus zu lösen. Extrem wichtig ist die Vorrunde, um sich eine gute Ausgangslage für die K.o.-Phase zu schaffen.“

Dementsprechend hoch ist folgerichtig auch der Stellenwert der ersten Begegnungen. Diese sehen nach dem Heimspiel am 2. Juni gegen Altach (Ponweiser: „Für mich in dieser Gruppe der stärkste Gegner, noch vor der Austria.“) zwei Auswärtsaufgaben am 6. Juni bei der Admira und am 9. Juni in Innsbruck bei der WSG Tirol vor. Hier gut drüberzukommen, wäre ein ganz wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Das Problem am in der Theorie so einfach klingenden Plan: Genau so werden alle Teams denken, weshalb es natürlich Substanz braucht. Und genau die ortet der Chefcoach bei seinem Team. „Seit Ende November hat sich bei den Burschen vieles weiterentwickelt. Wir glauben an sie und sind dementsprechend zuversichtlich. Sie haben auch in den vier Spielen 2020 vor der Unterbrechung der Liga großteils richtig gute Leistungen gebracht. Da wurde der Aufwärtstrend fortgesetzt.“

Auch wenn ganz zum Schluss zwei negative Ergebnisse auf der Haben-Seite standen. Zur Erinnerung: Nach dem 2:1-Auftaktsieg am 16. Februar bei Sturm Graz folgte ein 0:0 gegen Altach, ehe der SVM bei Rapid (1:3) und daheim gegen Leader LASK (0:1) verlor. Für Ponweiser zählt hier jedenfalls das große Ganze: „Ich bin sehr optimistisch, auch wenn klar ist, dass es eine brutale mentale Belastung wird.“