SV Mattersburg: Und die Zeit läuft. Die SVM-Profis befinden sich in der Frühjahrsvorbereitung. Es wird weiter auf die Jungen gebaut, parallel ist der endgültige Kader noch nicht fix – Stichwort Martin Pusic.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 15. Januar 2020 (06:01)
BVZ

Wer wird für den SV Mattersburg im Frühjahr auf Tor- und Punktejagd gehen? Diese Frage ist momentan insofern interessant, als ein punktuelles Thema noch nicht geklärt wurde. Stürmer Martin Pusic (dessen Kontrakt ausgelaufen war) hat ein neues Vertragsangebot bislang nicht akzeptiert, der 32-jährige Routinier steht nicht im Mannschaftstraining und hängt aktuell in der Luft. Ergo drängt sich parallel die Frage auf, was im Falle des Falles passiert – wenn es nämlich zu keiner Einigung kommt.

Optimalerweise bräuchte es dann qualitativen Ersatz für den Profi, der im Herbst verletzungsbedingt wenig zum Einsatz kam, aufgrund seiner Routine und im fitten Zustand aber natürlich helfen könnte. Beim SV Mattersburg steht zwar längst das Forcieren der eigenen Jungen auf der Prioritätenliste, im beinharten Bundesliga-Abstiegskampf wären aber auch gestandene Profis der sportlichen Balance dienlich. Auf BVZ-Nachfrage hielt sich Pusic am Montag zum Status quo bedeckt: „Es wird in den nächsten Tagen Gespräche geben und dann wird man sehen, was dabei herauskommt.“

Kommt jedenfalls nichts heraus, ist die Frage nach einem offensiven Zugang aber noch vakanter. Wenn, dann würde der Sturm freilich nur punktuell verstärkt werden. Nominell am Start sind an vorderster Front momentan Patrick Bürger (32), Marko Kvasina (23) und Victor Olatunji (20). Auch Stephan Schimandl (20) war bereits ganz vorne aktiv.

Intensiver Start, erstes Testdoppel am Freitag

Für das Toreschießen hauptverantwortlich war im Herbst mit Andi Gruber ein offensiver Mittelfeldakteur. Der 24-jährige Steirer hat seine Seitenbandverletzung hinter sich und kann das Torkonto (7) nun weiter aufbessern. Zusätzliche Offensiv-Gefahr täte trotzdem gut. Was definitiv nicht passieren wird: Transferbewegungen, wie sie bei dem einen oder anderen Konkurrenten im Abstiegskampf – etwa der WSG Tirol oder auch dem SKN St. Pölten – zu verfolgen sind.

Franz Ponweiser, Trainer und Sportlicher Leiter, sagt: „Wir schauen hier generell nicht zu viel auf die Konkurrenz und werden deshalb in dieser Hinsicht auch auf keinen Zug aufhüpfen.“ Und doch drängt die Zeit, um den endgültigen Kader zu fixieren. Schließlich starten die verbleibenden vier Spieltage des Grunddurchgangs in nicht weniger als einem Monat.

Zurück zum Tagesgeschäft: Hier arbeiten die Profis derzeit intensiv im körperlichen Bereich. Getestet wird erstmals am Freitag in der Fußballakademie – und zwar doppelt, um allen Profis genügend Einsatzminuten zu geben. Um 13 Uhr geht es gegen das ungarische Bundesliga-Schlusslicht Kaposvari Rakoczi FC, um 15 Uhr dann gegen die Young Violets, also das Zweierteam der Wiener Austria.