SVM-Physiotherapeut Karner: „Möchte nicht tauschen“. Michael Karner ist als Physiotherapeut schon seit mittlerweile drei Jahren fixer Teil des Betreuerstabs der Mattersburger Profis. „Der Wohlfühl-Faktor ist sehr hoch.“

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 06. Februar 2020 (06:14)

Es war beim Trainingslager im Jänner 2017 in Portimao, als sich ein neues Gesicht in SVM-Montur inmitten der Profigruppe tummelte: Physiotherapeut Michael Karner, der vom Verein davor spontan gefragt und spontan zugesagt hatte. „Das Trainingslager war sozusagen die Feuerprobe – und es hat gut funktioniert“, erinnert sich der 29-Jährige an seine Anfangszeit beim SVM zurück. Nicht zuletzt weil der gebürtige Mattersburger davor schon gut mit Präsident Martin Pucher zusammengearbeitet hatte, war er auch der Klubspitze nicht unbekannt.

Im Fußball von der RLO in die Bundesliga

Karner brauchte jedenfalls keine lange Bedenkzeit für den Einstieg in den Profifußball. Wie die Sache läuft, hatte er schon davor als Physio beim Wiener Sportclub aktiv erlebt, wo er neben seiner Spitals-Tätigkeit in Wien im Einsatz war. „Ich wollte aber auch generell wieder ins Burgenland zurück, von dem her hat das gut gepasst. Und das Umfeld ist natürlich professioneller als in der Regionalliga.“

Drei Jahre später arbeitet der Jungvater, der mit seiner Verlobten Birgit und der gemeinsamen zweijährigen Tochter Magdalena mittlerweile in Pöttsching lebt, nach wie vor beim SVM. „Ich war relativ schnell integriert, die Spieler waren eine super Truppe – und das sind sie noch immer.“ Auch im Betreuerstab passt die Chemie. Das gilt nicht nur intern für die medizinische Abteilung, der neben Karner Langzeit-Masseur Gery Popovits, dessen Kollege Zsolt Marko sowie die Teamärzte Martin Ivanschitz und Franz Seba angehören. „Wir profitieren hier alle voneinander und sind ein sehr gutes Team.“

Das Verhältnis zu den aktuellen Trainern sei ebenfalls top, denn: „Unsere Meinung und Einschätzung ist hoch angesehen, das hat einen Wert.“ In Kauf nimmt der (nach Videoanalyst Bernd Eibler) Zweitjüngste des Betreuerstabs auch die unregelmäßigen Arbeitszeiten, die bei den Profis vorkommen können. Wochenenden in dem Sinn gibt es im Fußball-Regulärbetrieb ohnehin nicht. „Wenn keiner mehr etwas braucht, können wir heimgehen. Das kann natürlich dauern. Aber es ist einfach das, was ich gerne tu und was mir Spaß macht. Durchhänger gibt es in jedem Job – ich möchte nicht tauschen.“

Schließlich gibt es da ja auch noch ein durchaus emotionales Band zum Verein, das seit Kindestagen besteht. „Das erste Mal hat mich mein Opa mit drei Jahren auf den Sportplatz in Mattersburg mitgenommen, die Verbindung gibt es also schon lange.“ Aus dem Sportplatz wurde das Pappelstadion, aus dem damaligen Unterhausklub ein Profiverein. Mit Michael Karner mittendrin. „Der Wohlfühl-Faktor ist sehr hoch. Es war ein willkommener Nachhause-Ruf.“